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Wobker feiert ersten Titel in ihrer Profikarriere

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Ida Wobker

Es ist vollbracht ! Ida Wobker hat das W15-Turnier in Dublin gewonnen und sich somit ihren allerersten Titel auf der Profitour gesichert. Die 14-jährige bezwang im Finale die an Nummer fünf gesetzte Britin Victoria Allen nach einer Spielzeit von einer Stunde und 42 Minuten mit 6:2, 6:7(5) und 6:1 und wird somit in gut einer Woche einen weiteren gewaltigen Satz in der Weltrangliste machen. Dort wird sie sich mit 45 Punkten irgendwo um Platz 750 herum einreihen.

Dabei machte es Wobker in ihrem zweiten Finale ihrer Karriere nach einem starken Auftakt im Verlauf der Partie noch einmal unnötig spannend. Dem souveränen Satzgewinn mit 6:2 gegen ihre britische Kontrahentin ließ die an Nummer acht gesetzte Osnabrückerin direkt eine 3:1-Führung im zweiten Satz folgen. Nachdem es Allen in darauffolgenden Aufschlagsspiel der Deutschen jedoch gelang, sich das Break zurückzuholen, entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe, die jedoch zu kippen drohte, als Wobker beim Stand von 5:5 ihr Aufschlagsspiel verlor.

Dank eines prompten Rebreaks zu null gelangte die deutsche Nachwuchsspielerin doch noch in den Tiebreak, in dem sie jedoch unter anderem aufgrund von leichten Fehlern von Beginn an im Hintertreffen war und immer einem Rückstand hinterherlaufen musste. Bis zum 5:5 ging dies auch gut, dann sorgte ein starker Aufschlag von Allen und ein vermeidbarer Fehler von Wobker, die den Ball nach dem Return nicht übers Netz brachte, für den überraschenden Satzausgleich.

Dieser Rückschlag ließ die 14-jährige völlig unbeeindruckt. Im ersten Spiel des dritten Satzes musste sie sich noch etwas sammeln, doch nachdem ihr in einem umkämpften Spiel der 1:1-Ausgleich gelang, spielte faktisch nur noch die Osnabrückerin. In den letzten fünf Spielen der Partie gelang es ihrer britischen Kontrahentin gerade einmal, sieben Punktgewinne zu erzielen. Bezeichnend für den Unterschied beider Spielerinnen im dritten Satz war auch der verwandelte Matchball, in dem Wobker ihre Gegnerin mit einem etwas zu lang geratenen Stopp ans Netz lockte, diese jedoch aus diesem verunglückten Ball kein Kapital schlagen konnte und ihn seitlich ins Aus setzte.

Großartige Jubelszenen, wie man sie beispielsweise von Sonja Zhenikhova nach ihren Finalsieg in Antalya vor wenigen Monaten zu sehen bekam, waren in Dublin nicht zu vernehmen. Wobker wird sich selbst dessen bewusst sein, dass Triumphe bei W15-Turnieren angesichts ihrer momentan rasanten Entwicklung nichts weiter sind als Durchgangsstationen auf dem Weg zu weitaus größeren Aufgaben, die auf das deutsche Toptalent in Zukunft warten. Dennoch gibt es jetzt keinen Grund, die Dinge zu überstürzen. Schließlich stehen ihr noch viele, viele Jahre als Profi bevor. Und ein bisschen Kind bzw. Jugendliche bleiben soll sie nebenbei ja auch noch.


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