Wimbledon-Wildcards sichern Werners Grand Slam-Debüt
Seit längerem hatte man es bereits vermutet, nun ist es auch wirklich offiziell. Caroline Werner wird in der kommenden Woche in der Qualifikation für das Turnier in Wimbledon aufschlagen. Die 30-Jährige feiert somit ihr Grand Slam-Debüt nach ihrem bislang erfolgreichsten Jahr auf der Profitour. Ursprünglich hatte man schon bei der Veröffentlichung der Meldeliste für die Qualifikation damit gerechnet, dass Werners Name darauf zu finden sein würde. Überraschenderweise stand sie damals noch fünf Plätze hinter dem Cutoff.
Dennoch war die Chance für sie auf die erstmalige Teilnahme an einem Grand Slam-Turnier gegeben. Fünf Absagen innerhalb von drei Wochen sind nicht unüblich, zudem bestand ja noch die Möglichkeit, dass durch die Vergabe der Wildcards für das Hauptfeld noch der eine oder andere Platz in der Qualifikation frei werden könnte. Letztlich kam es auch so. Vor der heutigen Bekanntgabe der Spielerinnen, die mit einer Wildcard an den Start gehen, war Werner noch zwei Plätze vom Einzug in die Qualifikation entfernt. Nun kann sie definitiv die Koffer packen.
Zu verdanken hat sie dies unter anderem der Tatsache, dass man in Wimbledon erkannt hat, dass man eine Top 30-Spielerin nicht durch die Qualifikation schickt. Die Überraschungsfinalistin von Roland Garros, Maja Chwalinska, zählt zu den Spielerinnen, denen der Gang durch die Qualifikation nun erspart bleibt. Zwar besteht die Gefahr, dass die Polin in ihrer ersten Partie auf dem heiligen Rasen sang- und klanglos untergeht, dennoch ist und bleibt dies eine lobenswerte Geste.
Neben Chwalinska haben auch zwei Britinnen eine Wildcard für das Hauptfeld erhalten, die ansonsten den Weg durch die Qualifikation hätten gehen müssen. Harriet Dart und Katie Swan wurden bei der Wildcardvergabe berücksichtigt und machen somit weitere Plätze in der Qualifikation frei. Der aktuelle Cutoff für die Qualifikation liegt somit bei Platz 221 und ist damit immer noch niedriger als in den Jahren zuvor. 2025 genügte noch Platz 226 für die Teilnahme in Wimbledon, in den Jahren zuvor lag der Cutoff sogar noch deutlich höher.
Damit sieht das deutsche Feld in Wimbledon wie folgt aus:
Hauptfeld: Laura Siegemund, Tatjana Maria, Tamara Korpatsch, Eva Lys, Ella Seidel
Qualifikation: Noma Noha Akugue, Mona Barthel, Anna-Lena Friedsam, Caroline Werner
Caroline Werner hat es also endlich geschafft, nun stellt sich die Frage, welche deutsche Spielerin als nächstes ihr Grand Slam-Debüt feiern wird. Tessa Brockmann, Eva Bennemann oder auch Mina Hodzic haben hierbei aktuell die besten Karten. Bis zum Stichtag der US Open dürfte es zwar eng werden, doch mal sehen, vielleicht heißt es doch in absehbarer Zeit "Melbourne ruft!".
Turnier: Wimbledon 2026