Wiesbaden Tennis Open 2026 starten in gut einer Woche
Die beiden Hallenturniere von Altenkirchen und Leimen liegen mittlerweile schon einige Wochen zurück, nun liegt der Fokus auf dem Start der Freiluftsaison. Noch neun Tage, dann fliegen in Wiesbaden die Bälle beim ersten Freiluftturnier innerhalb der diesjährigen DTB Internationals-Serie. Die Freiluftsaison auf deutschem Boden umfasst 2026 insgesamt elf Turniere, wobei das zweite davon erst fünf Wochen nach dem Finale von Wiesbaden im saarländischen Merzig seine Pforten öffnet.
Den Abschluss der deutschen Freiluftsaison bilden Mitte August die Erwitte Open. Nicht mehr im Kalender ist in diesem Jahr das Turnier von Troisdorf zu finden, ebenso sind die beiden Veranstaltungen in Braunschweig und in Meerbusch, die 2024 noch im Kalender enthalten waren, nicht mehr zurückgekehrt. Auch nach einer Neuauflage des im letzten Jahr kurzfristig eingeschobenen Turniers von Kaltenkirchen sieht es aktuell leider nicht aus.
Die deutschen Fans sind es eigentlich gewohnt, dass bei einem Turnier auf deutschem Boden sich auch eine Vielzahl an deutschen Spielerinnen im Feld befindet. Für die Wiesbaden Tennis Open könnte dies nach aktuellem Stand eher nicht gelten. Das Turnier, das in der zweiten Woche des WTA 1000-Turniers in Madrid stattfindet, lockt so viele Spitzenspielerinnen an, dass so manches WTA 125-Turnier beim Anblick der Meldeliste vor Neid erblassen würde.
Alleine die Meldung von sieben Top 100-Spielerinnen ist für ein Turnier auf der World Tennis Tour alles andere als üblich. Spielerinnen mit einem zweistellige Ranking findet man hier faktisch nie. Daher ist auch Ella Seidel momentan die einzige Deutsche, die es in Wiesbaden ohne Wildcard ins Hauptfeld schafft. Die am zweithöchsten platzierte Deutsche, die hier gemeldet hat, ist Mona Barthel. Mit ihrem Ranking von 179 schafft sie es momentan gerade mal nur auf Position acht in der Qualifikation. Mit Noma Noha Akugue hat zudem nur eine weitere deutsche Spielerin ihren Startplatz in der Qualifikation sicher.
Dennoch werden selbstverständlich deutlich mehr einheimische Spielerinnen ab dem 26. April in Wiesbaden aufschlagen. Neben den noch zu vergebenden Wildcards für die Qualifikation und für das Hauptfeld kann man davon ausgehen, dass sich das Feld bis zur Auslosung in der Spitze noch etwas dezimieren wird, gerade wenn die eine oder andere sich noch in Madrid im Turnier befindet und daher automatisch gestrichen wird. Somit haben auch die in der Meldeliste weit oben stehenden Nachrückerinnen gute Chancen auf einen Start in Hessens Landeshauptstadt. Aus deutscher Sicht sind dies Tessa Brockmann auf Position drei, Jule Niemeier auf Position sieben und Eva Bennemann auf Position zehn.
Im Vorjahr hatten insgesamt zwölf deutsche Spielerinnen an der Qualifikation der Wiesbaden Tennis Open teilgenommen, zudem standen sieben Deutsche im Hauptfeld. Als beste Deutsche gelangte Mona Barthel bis ins Viertelfinale. Der Titel ging am Ende nach Ungarn. Anna Bondar besiegte im Finale die Österreicherin Julia Grabher.
Turnier: ITF Wiesbaden 2026