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Wiedersehen macht Freude - auch in Oldenzaal

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Tessa Brockmann

Die Saison der Freiluftturniere auf deutschem Boden ist mit den Erwitte Open in der vergangenen Woche zu Ende gegangen. Ab sofort spielt die Musik für die deutschen Damen im Ausland, denn Weltranglistenpunkte auf deutschem Boden kann man sich erst wieder Ende Oktober bei den TVN Open im Tennis-Zentrum Essen erspielen, die gleichzeitig Anfang und Ende der deutschen Hallensaison im Herbst darstellen. Weitere Hallenturniere sind für dieses Jahr nicht in Planung und die beiden bisherigen Standorte Hamburg und Ismaning haben sich entweder für einen anderen Termin entschieden oder wurden komplett gestrichen.

Doch kaum hat man heimischen Boden verlassen, schon fühlt man sich wieder wie in "good old Germany". Zumindest Tessa Brockmann und Joelle Steur dürfte es so gehen. Die beiden hatten sich vorige Woche bei den Erwitte Open im Viertelfinale gegenüber gestanden und mit dem W50-Turnier im niederländischen Oldenzaal auch in dieser Woche denselben Turnierplan. Da bot es sich einerseits zwar gleich an, gemeinsam in der Doppelkonkurrenz anzutreten, dass es jedoch schneller als gedacht zu einer Neuauflage der Partie aus der Vorwoche kommen würde, damit hätten wohl beide vor der gestrigen Auslosung nicht gerechnet.

Tatsächlich werden nur sechs Tage zwischen den zwei Begegnungen der beiden Deutschen liegen. Am Freitag letzte Woche hatte sich Steur in einer nervenaufreibenden Partie in drei Sätzen gegen ihre aktuelle Doppelpartnerin durchsetzen können, die damals, gelinde ausgedrückt, nicht ihren allerbesten Tag hatte. Nun erhält Brockmann übermorgen die Chance, sich gegen ihre zwei Jahre ältere Kontrahentin zu revanchieren. Immerhin hat sie heute schon einmal das erste rein deutsche Duell in Oldenzaal für sich entscheiden können dank eines klaren Zweisatzsiegs über die wieder erstarkte Jule Niemeier, deren Weg zurück in höhere Regionen eventuell doch länger dauern könnte als noch vor kurzem nach ihrem Turniersieg angenommen.

Oldenzaal ist allgemein die erste Adresse für deutsche Spielerinnen in der ersten Woche nach Ende der deutschen Freiluftsaison. Auch Josy Daems, Nastasja Schunk und Eva Bennemann haben den Weg ins benachbarte Ausland gefunden und gehen dort ebenfalls auf Punktejagd. Zudem hat das deutsche Kontingent heute noch Zuwachs erhalten von Sina Herrmann, die sich in einem spannenden Duell in der letzten Qualifikationsrunde gegen die Ukrainerin Anastasiia Firman durchsetzen konnte und somit als siebente deutsche Spielerin im Hauptfeld steht.

Während der Spielplan in Oldenzaal heute planmäßig über die Bühne gehen konnte, mussten anderswo die Spielerinnen lange ausharren, ehe ihre Partien für den heutigen Tag letztlich doch abgesagt wurden. So musste die finale Qualifikationspartie von Sonja Zhenikhova im polnischen Bytom ebenso auf den morgigen Tag verlegt werden wie der Auftakt der frischgebackenen Erwitte Open-Siegerin Valentina Steiner im italienischen Triest.

Ein äußerst ärgerliches Ende nahm der heutige Spieltag in Triest für Sophie Triquart. Die 15-jährige Qualifikantin hatte in ihrer Erstrundenpartie gegen die Italienerin Matilde Paoletti gerade den zweiten Satz gewonnen und mit der 1:0-Führung im dritten Durchgang das Momentum auf ihrer Seite gehabt, ehe das Match witterungsbedingt unterbrochen werden musste und nun erst morgen zu Ende gespielt werden kann. Da in Triest das Finale bereits am Samstag ausgetragen wird, steht den beiden Siegerinnen der Partien mit deutscher Beteiligung morgen noch ein weiterer Einsatz bevor.


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