Vogt triumphiert in Szentendre
Marie Vogt hat am Sonntag ihren zweiten Titel in ihrer noch jungen Profikarriere gewonnen. Die 21-Jährige aus dem Remstal triumphierte beim W15-Turnier im ungarischen Szentendre und darf sich knapp ein halbes Jahr nach ihrer Titelpremiere in Peru über den nächsten Siegerpokal freuen. In einem umkämpften Finale bezwang sie die an Nummer eins gesetzte Slowakin Radka Zelnickova nach einer Spielzeit von einer Stunde und 38 Minuten mit 6:4 und 7:5.
Das Endspiel entpuppte sich von Beginn an als eine enge Angelegenheit. Keiner der beiden zeigte über weite Strecken in dieser Begegnung Schwächen bei eigenem Aufschlag. Ein einziger Aufschlagverlust Zelnickovas beim Stand von 2:2 entschied den ersten Satz zugunsten von Vogt, die in diesem Durchgang nur bei 4:3 vier Breakbälle gegen sich hatte, diese jedoch allesamt abwehren konnte.
Völlig untypisch startete der zweite Satz mit einem Aufschlagverlust auf jeder Seite, ehe sich beide Spielerinnen wieder stabil bei eigenem Service zeigten. Lange Zeit sah es danach aus, als sollte dieser Durchgang im Tiebreak entscheiden werden müssen, ehe Zelnickova wie aus heiterem Himmel ihr Aufschlagsspiel direkt zu null abgab und ihrer Gegnerin damit die Chance bot, selbst zum Matchgewinn auszuservieren.
Dass das letzte Spiel bekanntlich das schwerste ist, zeigte sich auch in dieser Begegnung. Statt eines souveränen Aufschlaggewinns sah sich Vogt ihrem einzigen Breakball seit dem 1:1 gegenüber. Dennoch gelang es ihr, den Tiebreak letztlich zu vermeiden. Am Ende war es der zweite Matchball, der der 21-Jährige den Turniersieg bescherte.
Durch diesen Erfolg verhindert Vogt, dass es für sie in der Weltrangliste am Montag in einer Woche ein Stück nach unten geht. Während sie für ihren heutigen Turniersieg 15 Punkte gutgeschrieben bekommt, entfallen zur gleichen Zeit sowohl ein verlorenes W15-Finale in Tsaghkadzor (10) als auch ein Viertelfinale in Troisdorf (11). Letzteres kann sie in der kommenden Woche leider nicht verteidigen, da das Turnier zumindest für dieses Jahr aus dem DTB-Kalender gestrichen wurde.