Vogt nach Mega-Comeback im Finale von Lima
Heimlich, still und leise hat sich in dieser Woche abseits des Geschehens in Selva Gardena und Angers die 20-jährige Marie Vogt ins Finale des W15-Turniers im peruanischen Lima gespielt. Die Spielerin des TC Blau-Weiß Vaihingen-Rohr hat hier einen dreiwöchigen Aufenthalt in Südamerika geplant und möchte ihrem unterm Strich ziemlich durchwachsenen Jahr wenigstens noch einen erfolgreichen Abschluss bescheren. In der ersten Woche ging die Strategie schon einmal auf.
Die an Nummer drei gesetzte Urbacherin traf in ihrer Halbfinalbegegnung heute auf die Argentinierin Luciana Moyano, die bei diesem Turnier an Nummer sechs gesetzt ist. Nach dem ersten Satz sprach in dieser Partie nicht viel dafür, als sollte Vogt als dritte deutsche Spielerin an diesem Wochenende ein Finale erreichen. Nach insgesamt sechs Breaks ging der erste Durchgang mit 6:2 an die Argentinierin und anhand ihrer eklatanten Schwäche bei eigenem Aufschlag war schwer an eine Wende zu glauben.
Doch Vogt belehrte die Skeptiker ab Beginn des zweiten Satzes direkt eines besseren. Zwar gingen auch hier im Verlauf zwei Aufschlagsspiele verloren, doch aufgrund der Tatsache, dass Moyano nicht ein einziges Service ins Ziel brachte, holte sich Vogt souverän mit 6:2 den Satzausgleich. Auch im dritten Durchgang gab die Deutsche den Ton an. Auch hier musste sie einen Aufschlagverlust hinnehmen, ansonsten jedoch dominierte Vogt die entscheidende Phase in diesem Match und feierte am Ende einen verdienten 2:6, 6:2 und 6:1-Erfolg.
Im Finale am Sonntag trifft die 20-Jährige nun auf Moyanos Landsfrau Victoria Bosio. Die an Nummer eins gesetzte Argentinierin hatte sich im Halbfinale gegen die an Nummer vier gesetzte Schweizerin Marie Mettraux in zwei Sätzen durchsetzen können. Für Vogt wäre es ihre Titelpremiere auf der Profitour. Bislang stand sie in drei Endspielen, konnte jedoch bislang keines davon für sich entscheiden. Diese Negativserie darf am Sonntag gerne durchbrochen werden.