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Top 500! Vogt vor perfektem Jahresabschluss

Das Märchen von Lima nimmt für Marie Vogt kein Ende. Nach zwei verlorenen Finals in den vergangenen beiden Wochen steht die 20-Jährige morgen ein weiteres Mal beim W15-Turnier in der peruanischen Hauptstadt im Endspiel. Es ist in diesem Jahr bereits ihr fünftes und man möchte ihr am liebsten einfach nur zurufen "jetzt hol es dir endlich!". Bislang war die deutsche U18-Meisterin aus dem Jahre 2023 immer an der allerletzten Hürde gescheitert. Das soll sich nun ändern.

In ihrem heutigen Halbfinalduell gegen die topgesetzte Argentinierin Victoria Bosio nahm Vogt Revanche für das verlorene Finale vorletzte Woche, als sie zum ersten Mal in Peru die Chance hatte, sich den Turniersieg zu holen. Damals noch unterlag die Deutsche mit 6:7(5) und 6:7(4), heute aber machte sie ihrer Gegnerin ziemlich schnell deutlich, dass sich ein solches Szenario nicht noch einmal wiederholen würde. Mit 6:1 und 6:4 triumphierte die Linkshänderin augenscheinlich ziemlich deutlich, dennoch hatte sie dreimal im Verlaufe der Partie bei eigenem Aufschlag das Nachsehen.

Durch ihren heutigen Erfolg wird die dreifache Finalistin von Lima zum Ende einer langen Saison auch eine wichtige Schallmauer durchbrechen und am 29. Dezember erstmals innerhalb der Top 500 der Weltrangliste auftauchen. Vor ihrem Finaleinzug lag sie in der Projektion mit 103 Punkten einen Zähler hinter der auf Platz 500 stehenden Kanadierin Ariana Arsenault. Durch die weiteren vier hinzugewonnenen Punkte zieht sie nun mit ihrer Landsfrau Josy Daems gleich und landet ungefähr auf Platz 490.

Und wie es das Schicksal so will, endet Vogts Südamerikatour noch einmal mit einer Neuauflage der Begegnung, die maßgeblich dafür verantwortlich ist, dass die 20-Jährige am Ende des Jahres in den Top 500 steht. Hätte die Schweizerin Marie Mettraux, die nebenbei auch Vogts Doppelpartnerin in Lima war, ihren Matchball gegen die Deutsche im Achtelfinale vorige Woche verwandelt, hätte es dieser im Nachhinein neun Punkte gekostet. Für ein neues "career high" und eine Verbesserung im Ranking im Vergleich zum Vorjahr hätte es zwar dennoch gereicht, doch so konnte die "Last woman standing" ihren Einzug in die Top 500 perfekt machen. Und morgen den ersten Profititel in ihrer Karriere holen?

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