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Siegemund weiter mit doppelter Titelchance in Paris

Das Grand Slam-Turnier in Roland Garros geht in die zweite Woche und somit in die heiße Phase, wenn es um die Titelvergabe in den einzelnen Konkurrenzen geht. Für Laura Siegemund ist dies meist die Zeit, in der sie sich auf ihre beiden Spezialdisziplinen Doppel und Mixed konzentrieren kann. So ist es auch in diesem Jahr, nachdem sie im Einzel in der ersten Runde an der Japanerin Naomi Osaka gescheitert war. Dabei hält sich die Zeit, die bislang auf dem Platz verbracht hat, um in zwei Viertelfinals zu stehen, überraschend in Grenzen.

Für ihren Viertelfinaleinzug im Doppel an der Seite ihrer Stammpartnerin Vera Zvonareva benötigte die 38-Jährige einen Sieg über das amerikanisch-dänische Duo um Ann Li und Clara Tauson und in der Folge zweimal das Pech ihrer eigentlichen Gegnerinnen. Nach ihrem 6:3, 6:7(5) und 6:3-Auftakterfolg hätten Siegemund und Zvonareva in der zweiten Runde gegen die beiden Französinnen Fiona Ferro und Diane Parry antreten sollen. Da Parry am selbigen Tag zuvor ein langes Dreisatzmatch im Einzel gegen Amanda Anisimova erfolgreich bestritten hatte, verzichtete sie jedoch auf diese Zusatzbelastung und trat nicht zu der geplanten Doppelpartie an.

Im Achtelfinale warteten dann tags darauf die an Nummer sechs gesetzten Cristina Bucsa und Nicole Melichar-Martinez auf das Weltmeisterduo aus dem Jahr 2023. Doch das Warten hatte ein ziemlich abruptes Ende. Bucsa hatte sich ein Verletzung zugezogen und musste ihre weitere Teilnahme in Paris absagen. Somit hieß es für Siegemund und Zvonareva ein weiteres Mal, unverrichteter Dinge in die nächste Runde, sprich ins Viertelfinale, einzuziehen.

Dort erwartet die beiden in jedem Fall eines der noch im Wettbewerb verbliebenen gesetzten Teams. Im Achtelfinale steht die Nummer vier der Setzliste, Gabriela Dabrowski und Luisa Stefani der Nummer 15, Ulrikke Eikeri und Quinn Gleason, gegenüber. Diese Partie wird am heutigen Montag ausgetragen. Siegemund und Zvonareva sind damit frühestens am Dienstag wieder im Einsatz.

Dies dürfte der Schwäbin nicht ganz ungelegen gekommen sein, schließlich hat sie mit dem Mixed-Wettbewerb noch eine weitere Möglichkeit, um Roland Garros am Wochenende mit einem weiteren Grand Slam-Titel verlassen zu können. Hier hat sie sich, wie bereits 2024 bei ihrem letzten Mixed-Titel, mit Lokalmatador Edouard Roger-Vasselin zusammen getan. Im Hinblick auf das als speziell geltende französische Publikum war dies damals bereits schon ein cleverer Schachzug und dieser könnte ihr auch in diesem Jahr zum Erfolg verhelfen.

Da in der Mixed-Konkurrenz nur 32 Paarungen antreten, benötigt man lediglich zwei Siege, um ebenfalls ins Viertelfinale einzuziehen. Diese ersten beiden Hürden meisterte das deutsch-französische Duo souverän. Gleich zum Auftakt mussten die an Nummer fünf gesetzten Demi Schuurs und Julian Cash zur Kenntnis nehmen, dass Setzpositionen im Mixed nicht mehr als eine Zahl sind. Mit 6:2 und 6:3 warf das ungesetzte Duo in einer Stunde und zehn Minuten Spielzeit die Belgierin und den Briten aus dem Wettbewerb.

Nicht viel mehr Arbeit hatten Siegemund und Roger-Vasselin in der zweiten Runde zu verrichten. Diesmal standen ihnen die beiden mit einer Wildcard gestarteten Französinnen Kristina Mladenovic und Manuel Guinard gegenüber. Doch vom Glanz der ehemaligen Weltklassedoppelspielerin an der Seite von Caroline Garcia ist mittlerweile nicht mehr viel übrig geblieben. Mit 6:2 und 6:4 endete diese Achtelfinalbegegnung zugunsten der einstigen Titelträger, für die nun erst einmal ein Tag Pause auf dem Programm steht, ehe es um den Einzug ins Halbfinale geht.

Im Viertelfinale erwartet die beiden das an Nummer vier gesetzte Duo um die US-Amerikanerin Denise Krawczyk und den Briten Neal Skupski. Dieses Match steht am Montag jedoch nicht auf dem Spielplan und somit kann Siegemund den heutigen Tag nutzen, um die eine oder andere Trainingseinheit zu absolvieren, ehe sie am Dienstag wieder auf Mission Titelgewinn geht, um am Ende der Woche möglicherweise zum vierten Mal einen Grand Slam-Titel ihr eigen zu nennen.


Turnier: Roland Garros 2026

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