Direkt zum Inhalt

Siegemund und Zvonareva souverän in Runde drei

Laura Siegemund und ihre Partnerin Vera Zvonareva stehen beim Turnier in Wimbledon im Achtelfinale der Doppelkonkurrenz. Das erfahrene Top-Duo besiegte bei seinem zweiten gemeinsamen Auftritt an der Church Road die erst nach Turnierbeginn nachgerückte Paarung um Eudice Chong aus Hongkong und ihre Partnerin Anastasia Tikhonova glatt mit 6:2 und 6:2 und sammelt somit weitere wichtige Punkte im Kampf um einen Platz bei den WTA Finals am Jahresende.

Wer den beiden in der Runde der letzten 16 gegenüber steht, ist aktuell noch nicht entschieden. Hier stehen sich zunächst noch das an Nummer elf gesetzte Duo um Lyudmyla Kichenok und Desirae Krawczyk und das Doppel der beiden Chinesinnen Xinyu Jiang und Yifan Xu gegenüber. Diese Partie steht ebenfalls in Wimbledon am Samstag auf dem Spielplan.

Siegemund und Zvonareva bereits in Runde drei, andere hingegen wären froh, wenn sie überhaupt schon einmal den Platz für ihre Erstrundenpartie im Doppel betreten hätten dürfen. Die Kolumbianerin Camila Osorio und die Argentinierin Solana Sierra müssen weiter auf ihren ersten Einsatz in der Doppelkonkurrenz von Wimbledon warten. Grund dafür ist die Extrawurst, die die Veranstalter für die alternden Williams-Schwestern gebraten haben. Da Serena Williams nach ihrer Einzelpartie gegen die Australierin Maya Joint angeblich am Knie verletzt ist, zögern die Verantwortlichen die Ansetzung dieser Partie so weit hinaus, wie es nur möglich ist, nur damit die beiden Spitzensportlerinnen vergangener Tage nicht zurückziehen müssen.

Dabei ist noch nicht einmal sicher, dass das Match zwischen Ososio/Sierra und Williams/Williams (wenn überhaupt) zumindest am Samstag über die Bühne geht. Im Spielplan selbst taucht es erst am Ende unter "to be arranged not before 4:30pm" auf. Dies bedeutet lediglich, dass es heute nicht vor 16:30 Uhr Ortszeit stattfinden wird, theoretisch aber vielleicht auch gar nicht heute, sondern erst morgen, sofern Frau Williams einfallen sollte, dass bei ihr noch irgendetwas zwickt.

Das Turnier von Wimbledon hat in den letzten Tagen und Wochen viel Kritik einstecken müssen bezüglich des Umgangs mit den nicht mehr international konkurrenzfähigen Williams-Schwestern. Dass man den beiden Ü40-Spielerinnen eine Wildcard für das Doppel zukommen hat lassen, dafür konnten viele gerade noch Verständnis aufbringen. Dass man zudem eine Wildcard im Einzel für eine Spielerin vergeudet, die jahrelang gar nicht mehr alleine auf dem Platz gestanden ist, stieß hingegen auf Unverständnis. Daher darf man sich nun auch nicht wundern, wenn aufgrund dieser Sonderbehandlung im Doppelwettbewerb erneut scharfe Kritik am All England Club aufkommt.


Turnier: Wimbledon 2026

Beitrag teilen