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Siegemund revanchiert sich im Doppel gegen Paolini

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Laura Siegemund

Im Einzelwettbewerb musste sich Laura Siegemund beim WTA 1000-Turnier von Madrid in der zweiten Runde noch der Italienerin Jasmine Paolini geschlagen geben, wenige Tage später sollte es ihr zumindest im Doppelwettbewerb vergönnt sein, gegen den italienischen Wirbelwind den Platz als Siegerin zu verlassen. An der Seite ihrer Erfolgspartnerin Vera Zvonareva konnte sich die 38-Jährige gegen Paolini und deren Landsfrau Sara Errani im Achtelfinale der Doppelkonkurrenz mit 4:6, 6:4 und 10:6 durchsetzen und somit in die Runde der letzten acht einziehen. Dort wartet nun entweder das rein indonesische Duo um Aldila Sutjiadi und Janice Tjen oder das an Nummer sechs gesetzte Duo um die Spanierin Cristina Bucsa und die US-Amerikanerin Nicole Melichar-Martinez.

In ihrer heutigen Partie fehlte Siegemund und Zvonareva nicht viel und die beiden hätten sich aus dem Wettbewerb verabschieden können. Nach einem Fehlstart zu Beginn kamen beide von 1:4 zurück in die Partie, nur um bei 3:4 den Ausgleich bei eigenem Aufschlag zu verpassen. Drei Spiele in Folge wurden durch sogenannte "deciding points" entschieden. Zwei davon sicherten sich die beiden Italienerinnen, die somit mit 6:4 den ersten Satz für sich entscheiden konnten.

Im zweiten Satz lief zu Beginn erneut nichts bei Siegemund und Zvonareva zusammen. Mit 1:4 lagen beide zwischenzeitlich zurück, doch irgendwie, als man bereits nicht mehr an eine Wende glaubte, drehten die beiden Weltmeisterinnen von 2023 auf und holten sich den zweiten Satz nach fünf Spielgewinnen in Folge noch mit 6:4. Somit musste der Matchtiebreak diese Partie entscheiden.

Hier schenkten sich beide Duos lange Zeit nichts. Aus einer anfänglichen 2:0-Führung ihrer Gegnerinnen machten Errani und Paolini ein 3:2, vor dem Seitenwechsel glichen Siegemund und Zvonareva jedoch zum 3:3 aus. Auch in der Folge blieb dieser Matchtiebreak umkämpft. Auch das 6:5 der beiden Italienerinnen hatte beim zweiten Seitenwechsel keinen Bestand mehr. In der Gewissheit, eine starke Partnerin neben sich zu haben, setzte Siegemund nun alles auf eine Karte und spielte fortan deutlich aggressiver. Dieses Risiko sollte sich am Ende auszahlen. Mit insgesamt fünf Punktgewinnen in Folge ab dem 5:6-Rückstand drehten Siegemund und Zvonareva diese Partie doch noch zu ihren Gunsten.

Was Siegemund dieser Sieg bedeutete, war unschwer nach ihrem grandios verwandelten Matchball zu erkennen. Die 38-Jährige tanzte jubelnd über den Platz und nahm ihre Partnerin dabei in die Arme. Es ist wieder zusammen gewachsen, was zusammen gehört. Auch in Rom werden uns die beiden als Doppelpaarung wieder erfreuen. Doch zuvor könnte man ja in Madrid den Titel holen. Die Nummer eins der Setzliste ist schließlich schon raus.


Turnier: WTA Madrid 2026

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