Siegemund rettet deutschen Top 50-Verbleib
Ernüchterung macht sich breit beim Blick auf die heute neu erschienene Weltrangliste. Nur dank des Erstrundensiegs von Laura Siegemund bei den Australian Open nach abgewehrtem Matchball gegen Liudmila Samsonova befindet sich überhaupt noch eine deutsche Spielerin in den Top 50. Für Eva Lys und Tatjana Maria ging es nach ihren Auftaktniederlagen nach unten, Ella Seidel kann ihre Position in den Top 100 noch halten, verliert in dieser Woche allerdings noch wichtige Punkte vom letzten Jahr aus Cluj.
Trotz des Aderlasses an der Spitze gibt es aus deutscher Sicht dennoch die eine oder andere positive Entwicklung zu vermelden. So steht Tessa Brockmann heute, ohne dass sie in den letzten zwei Wochen den Platz betreten hätte, auf einem neuen Karrierebestwert. Die 20-Jährige aus dem schleswig-holsteinischen Oldendorf belegt in dieser Woche Platz 285 und nähert sich in kleinen Schritten der Teilnahme an der Qualifikation in Roland Garros.
Auch für Mona Barthel geht es in dieser Woche wieder einmal zweistellig nach oben. Ihr Viertelfinaleinzug im polnischen Leszno bringt ihr 14 Plätze ein, wodurch sie heute Platz 215 einnimmt. Knapp an ihren Bestwerten vorbei schrammen Emily Seibold und Marie Vogt. Beide klettern jeweils um zehn Plätze und belegen nun die Ränge 458 bzw. 477. Seibold hatte beim W35-Turnier in Weston das Achtelfinale erreicht, Vogt kämpfte sich beim W75-Turnier in Porto erfolgreich durch die Qualifikation.
Ein neues "career high" hat seit heute hingegen Franziska Sziedat in ihrer Vita stehen. Die 25-jährige Berlinerin wird aktuell auf Platz 720 gelistet und damit 22 Plätze höher als noch vor zwei Wochen. Hierzu genügte ihr ein Sieg in der ersten Qualifikationsrunde in Porto. Sie beschließt gleichzeitig die Reihe an deutschen Spielerinnen, für die es in dieser Woche innerhalb der Top 1000 um zehn oder mehr Plätze nach oben geht.
Da aufgrund der Australian Open am vergangenen Montag keine neue Weltrangliste erschien, machen eine Reihe von deutschen Spielerinnen außerhalb der Top 1000 aufgrund von zahlreichen Bereinigungen einiges an Boden gut. 19 von ihnen sind in dieser Woche mit einem grünen Pfeil versehen, fünf von ihnen sogar zweistellig. Für Georgina Groth und Elena Giessler ist dies zudem gleichbedeutend mit dem Erklimmen neuer Höchststände.
Abschied nehmen heißt es heute von Anna Gabric und Kathleen Kanev. Diese beiden tauchen in der neuen Weltrangliste nicht mehr auf, nachdem sie die Kriterien dafür nicht mehr erfüllen. Dass die Abstinenz jedoch nur von vorübergehender Dauer sein kann, beweist Selina Dal, die hingegen in der kommenden Woche ihr Comeback im Ranking feiern wird.
Turnier: Australian Open 2026