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Siegemund nach Kraftakt im Achtelfinale von Stuttgart

Der Porsche Tennis Grand Prix hat seine erste deutsche Achtelfinalistin. Laura Siegemund hat am Montagabend ihre Erstrundenpartie gegen die Bulgarin Viktoriya Tomova mit 4:6, 7:6(4) und 6:1 gewonnen und so ihren ersten Sieg in Stuttgart seit 2022, als sie im Achtelfinale gegen Maria Sakkari von deren Aufgabe profitierte, gefeiert. 2023 hatte Siegemund nicht am Porsche Tennis Grand Prix teilgenommen, in den vergangenen beiden Jahren musste sie direkt zum Auftakt die Segel streichen.

Dieses Schicksal drohte ihr auch heute. Gegen die als Lucky Loser nach der Absage der Polin Magdalena Frech nachgerückte Viktoriya Tomova legte die 38-Jährige einen klassischen Fehlstart hin und lag direkt mit 0:3 im ersten Satz zurück. Zwar gelang es ihr, den Rückstand zwischenzeitlich zu egalisieren und zum 4:4 auszugleichen, ein leichtfertig vergebenes Aufschlagsspiel beim Stande von 4:5 entschied den ersten Durchgang letztlich zugunsten der Bulgarin.

Im zweiten Satz sah es zunächst so aus, als sollte sich das Blatt nun wenden. Nach einem Break führte Siegemund zwischenzeitlich mit 4:2 und war auf dem besten Wege, den zweiten Durchgang für sich zu entscheiden. Drei Spielgewinne ihrer Gegnerin in Folge sorgten jedoch dafür, dass die erste Deutsche doch kurz vor dem Aus stand. Mit einem konzentrierten Aufschlagsspiel wehrte die Deutsche das Unheil ab. Im Gegenteil: dank eines weiteren Aufschlagverlusts von Tomova servierte Siegemund nun selbst zum Satzgewinn. Mehr als ein 30:30 sprang für die Deutsche jedoch nicht heraus und so war es am Ende der Tiebreak, der diesen Satz entscheiden musste.

Dieser schien das Ende der deutschen Hoffnungen in dieser Partie zu besiegeln. Gleich die ersten vier Punkte heimste die Bulgarin ein, wodurch Siegemund mit einem Bein schon raus aus dem Turnier war, zumindest was die Einzelkonkurrenz anbetraf. Was folgte, war eine Aufholjagd, die ihresgleichen suchte. Sage und schreibe sieben Punktgewinne in Folge brachten der 38-Jährigen den Satzgewinn und gleichzeitig Tomova zur Verzweiflung. Dies war wieder einer dieser Momente, der die besonderen Fähigkeiten Siegemunds, die schon häufig in ihrer Karriere zu beobachten waren, zum Vorschein brachte.

Mit dem Satzausgleich war letztlich auch die Partie entschieden. Siegemund agierte nun deutlich konzentrierter als insbesondere im ersten Satz, während Tomova ihr nicht mehr viel entgegenzusetzen hatte. So verwandelte die Siegerin aus dem Jahre 2017 nach einer Spielzeit von zwei Stunden und 45 Minuten ihren ersten Matchball und zog somit erstmals seit 2022 wieder ins Achtelfinale von Stuttgart ein. Dort trifft sie am Mittwoch oder Donnerstag auf die an Nummer drei gesetzte Polin Iga Swiatek. Zwar ist Siegemund besonders vor Heimpublikum alles zuzutrauen, um eine ernsthafte Chance gegen die Nummer vier der Welt zu haben, sollte sie von Beginn an so konzentriert agieren wie sie es heute gegen Ende der Partie getan hat.


Turnier: WTA Stuttgart 2026

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