Siegemund einzige Deutsche in Wimbledons Doppelfeld
Das dritte Grand Slam-Turnier, der Rasenklassiker von Wimbledon steht vor der Tür. Bereits in der kommenden Woche startet in Roehampton die Qualifikation, bei der auch vier deutsche Spielerinnen ihr Glück versuchen werden. Darunter befindet sich mit Caroline Werner eine Deutsche, die bislang noch nie an der Qualifikation zu einem Grand Slam-Turnier teilgenommen hat. Mittlerweile wurden neben den Teilnehmerinnen an der Qualifikation und am Hauptfeld auch die Paarungen der Doppelkonkurrenz bekanntgegeben. Überraschungen gab es hierbei höchstens im negativen Sinne.
Dass Laura Siegemund in dieser Saison alles daran setzen wird, um an der Seite ihrer Partnerin Vera Zvonareva ein weiteres Mal an den WTA Finals teilnehmen zu können, dürfte hinlänglich bekannt sein. Tatsächlich findet man beide auf der Meldeliste für die Doppelkonkurrenz wieder. Dafür herrscht, was weitere deutsche Spielerinnen im Doppelfeld anbetrifft, gähnende Leere. Eigentlich hätte man zumindest Tatjana Maria unter der Spielerinnen erwartet, die neben dem Einzel auch das Doppel ins Visier nehmen, insbesondere daher, da Rasen Marias bevorzugter Belag ist.
Wer es wieder einmal nicht direkt unter die Top 57 Paarungen geschafft hat und wohl wie so häufig in letzter Sekunde doch noch nachrückt, ist Tamara Korpatsch. Diese Last-minute-Einsätze sind mittlerweile fast so etwas wie eine Spezialität der 31-Jährigen geworden. Schon mehrfach hatte die Hamburgerin die die direkte Teilnahme am Doppelwettbewerb um wenige Plätze verpasst, durfte sich am Ende aber doch noch über einen Einsatz freuen. Zuletzt war ihr dieses Schicksal in Roland Garros widerfahren.
Dort stand sie an der Seite der Argentinierin Nicole Fossa Huergo ziemlich weit oben auf der Liste der Paare, die als Nachrückerinnen parat stehen. Tatsächlich waren es in Paris am Ende fünf Teams, die eigentlich im Doppel hätten antreten sollen, auf einen Start letztlich doch verzichteten. So kam die Hamburgerin mit ihrer argentinischen Partnerin nicht nur in den Genuss einer weiteren Grand Slam-Teilnahme, die beiden setzten sich in der ersten Runde völlig überraschend in drei Sätzen gegen die Ukrainerin Oleksandra Olyniykova und die Ungarin Panna Udvardy durch. Dies bescherte ihnen einen weiteren Einsatz gegen Elise Mertens und Shuai Zhang, bei dem beide jedoch wenig zu melden hatten und mit 1:6 und 1:6 die Segel streichen mussten.
In Wimbledon hat sich Korpatsch erneut mit Fossa Huergo für den Doppelwettbewerb angemeldet. Diesmal stehen sie auf Platz drei in der "Alternates"-Liste. Eine erneute Teilnahme in der Doppelkonkurrenz ist daher äußerst wahrscheinlich und ein kleines Bonus-Preisgeld kann doch jede gut gebrauchen.
Turnier: Wimbledon 2026