Siegemund dank toller Aufholjagd im Viertelfinale
Die Reise der Laura Siegemund beim WTA 1000-Turnier in Wuhan geht auch nach dem Achtelfinale weiter. Dank einer aufopferungsvollen Leistung gegen die Polin Magdalena Frech hat es die 37-jährige beim letzten großen Turnier dieser Saison bis in die Runde der letzten acht geschafft. Nach einer Spielzeit von zwei Stunden und 40 Minuten hatte die Deutsche ihren 6:4 und 7:6(2)-Erfolg nach einem langen und erbittertem Kampf endlich in trockenen Tüchern.
Um sich den Weg ins Viertelfinale zu ebnen, musste Siegemund in beiden Sätzen ihre Comebackqualitäten zum besten geben. Nach einem Fehlstart zu Beginn sah sich die Schwäbin im ersten Satz einem 1:4-Rückstand gegenüber, nachdem sie beim Stande von 1:2 erstmals ihr Aufschlagsspiel abgeben musste. Postwendend gelang ihr nicht nur das Rebreak, beim Versuch, mit eigenem Aufschlag zum 4:4 auszugleichen, sah sie sich zwei Breakchancen gegenüber, konnte jedoch beide erfolgreich abwehren.
Ein weiteres nicht enden wollendes Aufschlagsspiel der Polin endete mit der 5:4-Führung von Siegemund, nachdem Frech ganze fünf Spielbälle zur erneuten Führung verpasst hatte. Die Deutsche musste in der Folge auch bei eigenem Aufschlag lange kämpfen, um am Ende mit dem dritten Satzball den ersten Satz mit 6:4 für sich entscheiden zu können.
Im zweiten Satz bot sich den Zuschauern in Wuhan ein ähnliches Bild. Erneut holte sich Frech das Break zum 3:1 und erneut ging sie mit 4:1 in Führung. Diesmal aber verließ Siegemund das Glück, als ihr es trotz zweier Breakchancen nicht gelang, zum 2:3 zu verkürzen. Stattdessen befand sich die Polin auf dem besten Wege, den Satzausgleich zu realisieren, nachdem sie trotz eines Breakballs gegen sich zum 5:2 erhöhen konnte.
Die Geduld von Siegemund in dieser Phase sollte sich dennoch auszahlen. Als Frech beim Stande von 5:3 zum Satzgewinn servierte, holte sich die 37-jährige ihr Break zurück und verkürzte verdient zum 4:5. Dennoch schwebte sie weiterhin in der Gefahr, den Satz am Ende doch noch abgeben zu müssen. Und tatsächlich erkämpfte sich ihre Gegnerin beim Stande von 30:40 aus deutscher Sicht einen Satzball. Diesen konnte die Schwäbin jedoch abwehren und so musste am Ende der Tiebreak über den Satzausgang entscheiden.
In diesem gab es für die Polin nichts zu holen. Nachdem sie sich den ersten Punkt sichern konnte, dominierte nur noch Siegemund das Geschehen, die sich mit sechs Punktgewinnen in Folge fünf Matchbälle erspielen konnte. Bereits der zweite sollte einen der größten Erfolge in ihrer Karriere perfekt machen.
Ihre nächste Gegnerin wird in der Partie zwischen der Chinesin Shuai Zhang und der US-Amerikanerin Cori Gauff ermittelt. Unabhängig davon, wer letztlich der Deutschen morgen gegenübersteht, wird diese alles dafür geben, dass die Reise in Wuhan auch am Freitag noch nicht zu Ende geht.
Mit ihrem heutigen Erfolg übernimmt Siegemund am kommenden Montag zumindest vorübergehend wieder die Position der deutschen Nummer eins und steht sogar aller Voraussicht nach innerhalb der Top 40. Damit befinden sich nach langer Zeit wieder drei deutsche Spielerinnen innerhalb der Top 50.
Turnier: WTA Wuhan 2025