Schunk überrascht mit starkem Comeback gegen Selekhmeteva
"Darmstadt reloaded" heißt es im Achtelfinale des WTA 125-Turniers in Valencia. Nastasja Schunk hat mit einem grandiosen Comeback zum Auftakt gegen die topgesetzte Spanierin Oksana Selekhmeteva für eine große Überraschung gesorgt und ist in die nächste Runde eingezogen. Die Mainzerin lag im ersten Satz bereits mit 1:5 zurück, doch während die Spanierin zu diesem Zeitpunkt wie die sichere Siegerin aussah, arbeitete sich ihre Gegnerin ab diesem Moment zurück in die Partie und konnte tatsächlich mit sechs Spielgewinnen in Folge diesen Satz noch auf ihre Seite bringen und mit 7:5 für sich entscheiden. Zwischenzeitlich gelang es Schunk sogar, beim Stande von 2:5 drei Satzbälle ihrer Gegnerin abzuwehren.
Dank einer soliden Leistung im zweiten Durchgang, in dem es Schunk zweimal gelang, ihrer Gegnerin das Aufschlagsspiel abzunehmen, sicherte sich die 23-Jährige durch einen 7:5 und 6:4-Erfolg den verdienten Matchgewinn und somit das Ticket für das Achtelfinale. Dieses dürfte von den deutschen Tennisfans mit besonderer Spannung erwartet werden, schließlich steht der Mainzerin in ihrer kommenden Begegnung keine geringere als die Spanierin Irene Burillo gegenüber.
Wem dieser Name im ersten Moment noch kein Begriff sein sollte, dem sei gesagt, dass es sich bei Burillo um die Finalgegnerin von Schunk beim diesjährigen Tennis International in Darmstadt handelt. Dieses Endspiel hatte Schunk in einem epischen Drama über drei Sätze am Ende im Tiebreak mit 20:18 für sich entschieden. Dabei hatte sie insgesamt sieben Matchbälle ihrer Gegnerin abgewehrt und selbst acht Anläufe benötigt, um am Ende den Titelgewinn nach einer Spielzeit von drei Stunden und zehn Minuten einzufahren, wobei alleine der Tiebreak 33 Minuten in Anspruch nahm. Bei diesem Tiebreak handelte es sich im Übrigen nicht, wie auf anderen Seiten zu lesen ist, um einen Matchtiebreak. Sieben Punkte mit mindestens zwei Zählern Unterschied hätten hier für den Sieg genügt.
Die Zuschauer in Valencia hätten sicher nichts dagegen, wenn auch das kommende Duell zwischen Schunk und Burillo ähnlich spannend verlaufen würde. Für die Deutsche ist es alleine schon ein großer Erfolg, dass sie es überhaupt in diese Partie geschafft hat. Nicht viele, die gegen die Nummer eins der Setzliste haushoch zurückliegen, gelingt es noch, das Match am Ende zu ihren Gunsten zu entscheiden. Diese Leistung sollte die Mainzerin im weiteren Verlauf in dieser Woche beflügeln, wie lange sie auch immer dem Turnier noch erhalten bleibt.
Turnier: WTA Valencia 2026