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Rennert sorgt für Riesenüberraschung in Haren

Die Freiluftsaison auf deutschem Boden ist mit dem Turnier in Kaltenkirchen vorige Woche zu Ende gegangen, daher ist es wenig überraschend, dass sich viele deutsche Spielerinnen in dieser Woche ins benachbarte Ausland begeben haben, allem voran zum W15-Turnier ins niederländische Haren. Sage und schreibe zehn deutsche Spielerinnen sind hier im Hauptfeld an den Start gegangen und während die eine oder andere eine Riesenenttäuschung wegstecken musste, gab es anderswo hingegen unerwarteten Grund zum Jubeln.

Denn während die Auftaktsiege von Mina Hodzic, Johanna Silva und Josy Daems im Vorfeld so zu erwarten waren, sorgte am Nachmittag eine vierte deutsche Spielerin für eine kleine Sensation. Julia Victoria Rennert, die aktuell nicht in der Weltrangliste gelistet wird, kämpfte sich in Haren an den ersten beiden Spieltagen zunächst durch die Qualifikation, um dann vermeintlich Lospech mit der an Nummer vier gesetzten Lokalmatadorin Joy de Zeeuw zu haben.

Doch von Lospech wollte die 24-jährige in dieser Partie nichts wissen. Im ersten Satz hielt die Spielerin aus Neuss lange mit der haushohen Favoritin mit, der es nicht gelang, sich entscheidend abzusetzen. Stattdessen war es die Deutsche, die beim Stande von 5:5 für das entscheidende Break im ersten Satz sorgte und die wenig später diesen Vorsprung zum 7:5 ins Ziel rettete.

De Zeeuw schien von diesem überraschenden Satzverlust zunächst unbeeindruckt zu sein. Im zweiten Satz gab sie von Beginn an den Ton an und überließ ihrer Gegnerin in diesem gerade einmal zehn Punktgewinne. Dies sorgte dafür, dass die Niederländerin diesen Durchgang mit 6:0 für sich entscheiden konnte. Damit sah alles danach aus, als sollte am Ende doch die Favoritin den Sieg davontragen.

Wer nun davon ausging, dass die Gegenwehr Rennerts durch diesen glatten Rückschlag gebrochen sei, der sah sich schnell eines besseren belehrt. Nachdem sie zu Beginn des dritten Satzes zunächst selbst Mühe hatte, zum 1:1 auszugleichen, holte sie sich im Anschluss das, was sich am Ende als entscheidend herausstellen sollte: das Break zum 2:1. Die 24-jährige hatte in der Folgezeit sogar mehrere Breakbälle, um ihre Führung weiter auszubauen, doch während sie von diesen nicht einen einzigen nutzen konnte, blieb sie bei eigenem Service bis zum Ende standhaft und ließ nicht einen einzigen Breakball für De Zeeuw mehr zu.

Mit dem heutigen 7:5, 0:6 und 6:4-Erfolg hat die Neusserin einen ersten Schritt in Richtung Rückkehr in die Weltrangliste getan. Im morgigen Achtelfinale kommt es zum rein deutschen Duell mit Johanna Silva.

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