Qualifikation in Troisdorf startet mit wenigen Überraschungen
Am ersten Tag der Qualifikation beim Ladies NRW International in Troisdorf sind die großen Überraschungen aus deutscher Sicht ausgeblieben. Immerhin sieben der 16 gestarteten deutschen Spielerinnen gelang der Sprung in die finale Qualifikationsrunde, davon jedoch vier in deutschen Duellen. Lediglich Josy Daems, Valentina Steiner und Fabienne Gettwart gelang ein Sieg über eine Spielerin aus einer anderen Nation. Dabei hatte Steiner zudem heute den kürzesten Einsatz aller Deutschen. Ihre Gegnerin Demi Tran musste beim Stande von 1:4 aus ihrer Sicht die Partie aufgeben.
Für Furore sorgte am heutigen Tag eine Spielerin, die den Sprung in die nächste Runde zwar verpasst hat, dafür aber die Herzen vieler Zuschauer gewonnen. Die 18-jährige Lola Giza, die mit einer Wildcard in die Qualifikation gelangte, bot gegen die haushohe Favoritin Rasheeda McAdoo aus den USA eine aufopferungsvolle Leistung und durfte phasenweise sogar von einer Sensation träumen.
Nachdem sie im ersten Satz zunächst einen 3:5-Rückstand egalisieren konnte, blieb ihr der Gewinn des ersten Satzes letztlich dennoch verwehrt. Dieser ging mit 7:5 an ihre Gegnerin. Im zweiten konnte Giza hingegen bis zum Ende mithalten, dennoch erspielte sie die US-Amerikanerin beim Stande von 5:4 und Aufschlag Giza insgesamt fünf Matchbälle, die die 18-jährige allesamt zunichte machen konnte. Und nicht nur das: im wenig später folgenden Tiebreak behielt Giza die Oberhand und zwang die Favoritin in einen dritten Satz.
Hier legte die junge deutsche Nachwuchsspielerin einen Traumstart hin mit insgesamt sieben Punktgewinnen in Folge. Diese 1:0 und 40:0-Führung währte jedoch nur kurz. McAdoo verhinderte zunächst das 2:0 und zog in der Folge selbst auf 3:1 davon. Dennoch gab Giza noch einmal alles und schaffte tatsächlich den 3:3-Ausgleich, am Ende jedoch musste sie ihren Anstrengungen Tribut zollen und unterlag mit 5:7, 7:6(4) und 3:6.
Den Abschluss des heutigen Tages bildete die Partie zwischen Luisa Meyer auf der Heide und ihrer Landsfrau Phillippa Preugschat. Dieses Match musste aufgrund der längeren Dauer der anderen Partien auf einen Nebenplatz verlegt werden und startete erst um 18:30 Uhr. Obwohl Meyer auf der Heide vermeintlich glatt mit 6:2 und 7:6(3) gewinnen konnte, kam auch dieses Match auf eine Spielzeit von zwei Stunden und 29 Minuten. Wäre die Partie in einen dritten Satz gegangen, wäre dieser aller Voraussicht nach erst am Dienstag ausgetragen worden. In jedem Fall hätte sich dann die Gesamtspielzeit jenseits der 3-Stunden-Marke bewegt.
Turnier: ITF Troisdorf 2025