Praefke vor kuriosem Weltranglisten-Comeback
Für die eingefleischten Fans der deutschen Tennisdamen mag die Überschrift im ersten Moment irreführend klingen. Warum sollte Pia Praefke in der Weltrangliste ein Comeback feiern, wenn sie doch aktuell auf Platz 1464 gelistet wird? Nun, diese Frage lässt sich einfach beantworten. Der Verbleib der 23-Jährigen im Ranking geht am kommenden Sonntag zu Ende. Mit dem Erscheinen der neuen Weltrangliste am Tag danach wird man den Namen Praefke vergeblich suchen.
Grund dafür ist der Wegfall eines Weltranglistenpunktes, den sie sich im Vorjahr in Kayseri erspielen konnte. Damit reduziert sich ihr Konto auf lediglich zwei Zähler und die sind nach geltenden Regeln zu wenig, um auch weiterhin im Ranking aufzutauchen. Wie gut trifft es sich da, dass die 23-Jährige rechtzeitig vorgesorgt. Dank ihrer Ergebnisse in Heraklion in dieser Woche hat Praefke sichergestellt, dass ihre Abstinenz nicht länger als eine Woche andauert.
Am 17. November wird sie dank der neu hinzugewonnenen Punkte in dieser Woche wieder die Kriterien für eine Listung in der Weltrangliste erfüllt haben. Und daran wird sich vorerst auch nichts mehr ändern. Erst im März geht ihr mit dem Achtelfinaleinzug von Sharm el Sheikh wieder eine Wertung verloren. Oder anders ausgedrückt: Praefke hat nun ein halbes Jahr Zeit, um irgendwo noch einen Punkt aufzutreiben. Das dürfte im Bereich des möglichen liegen.
Kurzfristige Abstinenzen sind im Ranking keine Seltenheit. Auch bei den deutschen Damen gab es in diesem Jahr bereits einen prominenten Ausfall. Eva Bennemann hatte sich im letzten Sommer bei drei Turnieren insgesamt 22 Punkte erspielt. Nachdem sie jedoch ein Jahr lang kaum Profiturniere spielte und dort zudem nicht weiter punkten konnte, blieben bei ihr Ende Juli nur noch acht Punkte vom Vorjahr aus Braunschweig übrig, welche zu wenig waren, um weiter in der Weltrangliste verbleiben zu können.
Doch auch Bennemanns Abstinenz dauerte lediglich eine Woche lang. Mit dem Erreichen des Viertelfinals in Darmstadt sicherte sich die damals 17-Jährige die nötigen Zähler für eine Rückkehr ins Ranking. Seitdem stehen bei ihr zwei Titelgewinne im Einzel sowie der Sprung auf Platz 647 zu Buche. Da hat die Pia noch was vor sich.