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Parcelli mit zweifacher Punkteausbeute in Vaihingen

Mit dem Finale zwischen der Französin Alice Tubello und der Ukrainerin Anastasiia Sobolieva endet heute am Nachmittag die Jubiläumsausgabe des Stuttgarter Stadtpokals auf der Anlage des TC Blau-Weiss Vaihingen-Rohr. Eine Woche lang kämpften insgesamt 56 Spielerinnen um den Titel in der Einzelkonkurrenz bei dem erstmals mit einem Preisgeld von $40.000 dotierten Sandplatzturnier, bei dem es für die Siegerin 50 Weltranglistenpunkte zu gewinnen gab.

Leider gelang es nicht, diesen Hauptpreis im eigenen Land zu behalten. Mit Tessa Brockmann war die letzte deutsche Hoffnung in der Einzelkonkurrenz bereits im Viertelfinale ausgeschieden. Dies ist eben die Kehrseite der Medaille. Höhere Preisgelder locken natürlich mehr internationale Konkurrenz an und machen es für die einheimischen Spielerinnen schwerer, im Turnier weit zu kommen. Dennoch kann sich man sich in Stuttgart-Vaihingen auf die Fahne schreiben, dass man vom Teilnehmerfeld her gesehen dem in der kommenden Woche mit doppeltem Preisgeld ausgetragenen Turnier in Aschaffenburg in nichts nachsteht.

Eine deutsche Spielerin wird diese Woche mit Sicherheit als eine der bislang erfolgreichsten in ihrer Karriere verbuchen können. Die 17-jährige Francesca Parcelli hatte für das Turnier auf der Anlage ihres Heimatvereins eine Wildcard für die Qualifikation erhalten und die gewohnte Umgebung dazu genutzt, um eine erste Duftmarke auf der Tour zu setzen. In einem packenden Duell gegen die an Nummer zwei gesetzte Türkin Berfu Cengiz setzte sich die Lokalmatadorin mit 7:5 im dritten Satz durch und konnte somit ihren allerersten Weltranglistenpunkt in ihrer Karriere erringen. Die Freude darüber dürfte umso größer gewesen sein, als sie tags darauf im Duell zweier Vereinskolleginnen auch noch die für Tschechien startende Michaela Bayerlova nach einem 0:6-Fehlstart besiegen konnte und so ihr Punktekonto sogar noch verdoppelte.

Für einen Sieg im Hauptfeld, der ihr weitere sechs Weltranglistenpunkte eingebracht hätte, reichte es leider nicht mehr. Die Spanierin Nuria Parrizas-Diaz erwies sich für die 17-Jährige als zu stark und beendete den Traumlauf der Deutschen, die dennoch mit ihrer Performance bei diesem Turnier vollauf zufrieden sein dürfte. Schließlich hatte sie es auf der Profitour bislang noch nie ins Hauptfeld eines Turniers geschafft. Zweimal hatte sie bislang in einer Qualifikation gestanden. Ihre Premiere feierte sie im Vorjahr beim W35-Turnier in Horb, als sie ohne Wildcard ins Feld gelangte und dort der Italienerin Beatrice Ricci unterlag. Ihren zweiten Anlauf, um den ersten Sieg auf der Tour einzufahren, unternahm sie beim Hallenturnier in Leimen im Februar dieses Jahres. Da stand ihr jedoch die Ukrainerin Polina Skliar im Weg.

In den kommenden Wochen steht die 17-Jährige bei weiteren deutschen Turnieren auf der Meldeliste, jedoch dürfte es für sie ohne Wildcard schwer werden, in eines der Felder zu gelangen. Dies liegt unter anderem daran, dass sich die deutsche Turnierlandschaft in diesem Jahr deutlich verändert hat und nun so hochwertig daherkommt wie nie zuvor. Die nächste reelle Chance, um den direkten Sprung in eine Qualifikation bei einem Turnier auf deutschem Boden zu schaffen, ergäbe sich erst wieder Mitte August, wenn das W35-Turnier in Erwitte startet. Dieses liegt nicht nur von der Turnierkategorie unterhalb derer in den vorherigen Wochen, dank eines Qualifikationsfelds mit 48 freien Plätzen dürfte auch so ziemlich jede daran teilnehmen können, die an einem Start interessiert ist.


Turnier: ITF S-Vaihingen 2026

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