Nur vier Deutsche erreichen finale Qualifikationsrunde in Leimen
Der erste Turniertag beim Baden Women's Cup im Landesleistungszentrum Leimen begann aus deutscher Sicht vielversprechend. Gleich zu Beginn des Tages war unter anderem die Partie von Phillippa Preugschat gegen die an Nummer drei gesetzte Schweizerin Stefaniya Pushkar angesetzt, eine Begegnung, bei der die Favoritenrolle klar verteilt war. Auf dem Platz war jedoch nichts davon zu sehen, dass hier die Nummer 946 der Welt gegen die Nummer 1399 zugange war.
Beide Spielerinnen schenkten sich über mehr als zwei Stunden Spielzeit nichts und obwohl der erste Satz am Ende dennoch mit 7:4 an die Favoritin aus der Schweiz ging, machte Preugschat in der Folge keine Anstalten, den zweiten Satz abzuschenken. Im Gegenteil. Mit einer starken Vorstellung holte sich die Deutsche den zweiten Durchgang und zwang Pushkar somit in den Matchtiebreak. Auch hier war jeder Punkt hart umkämpft, erst gegen Ende konnte sich Preugschat einen 9:6-Vorsprung herausspielen, benötigte dennoch alle drei Matchbälle, um doch noch zu triumphieren und in die zweite Runde einzuziehen.
Durch diesen Erfolg war bereits klar, dass es eine weitere deutsche Spielerin ins Hauptfeld von Leimen schaffen würde, denn die Gegnerin von Preugschat wurde im darauffolgenden Spiel zwischen Georgina Groth und Sina Herrmann ermittelt. Diese Partie entwickelte sich lange Zeit zu einer klaren Angelegenheit für die erstgenannte 24-Jährige. Relativ ungefährdet holte sie sich den ersten Durchgang mit 6:3 und auch im zweiten Satz sprach vieles für einen klaren Sieg von Groth, die sich hier ebenfalls eine 5:2-Führung erspielte.
Doch trotz der Führung mit zwei Breaks machte es die fünf Monate ältere der beiden Deutschen am Schluss noch einmal richtig
spannend. Beide Aufschlagsspiele gingen ziemlich glatt verloren und auch beim Stande von 5:3 und Aufschlag Herrmann war nichts für Groth zu holen. Wie verrückt Tennis letztlich sein kann, zeigte der weitere Verlauf dieses Matches. Drei Spiele in Folge ging bei Groth so gut wie gar nichts, auf einmal aber holt sie sich nicht nur ein weiteres Mal ein Aufschlagsspiel ihrer Gegnerin, sie serviert auch selbst zum 7:5 aus. Dennoch war sie am Ende sichtlich erleichtert, dass das Match nicht noch enger wurde und am Ende vielleicht auf der Kippe gestanden hätte.
Im zweiten rein deutschen Duell des Tages setzte sich Fabienne Gettwart gegen Wildcardspielerin Hannah Schäfer mit 6:4 und 6:4 durch und sicherte sich so das dritte Ticket für eine deutsche Spielerin in Runde zwei. Abgerundet wurden die erfreulichen Resultate durch den Sieg der an Nummer zwei gesetzten Carolin Raschdorf, die mit ihrer französischen Gegnerin Massiva Boukirat jedoch deutlich mehr Probleme hatte als ihr lieb war. Am Ende stand ein knapper 5:7, 7:6(2) und 10:8-Erfolg für die 19-Jährige, die nun morgen gegen die an Nummer 14 gesetzte Österreicherin Anna Lena Ebster antreten muss. Diese hatte sich glatt gegen Lia Scalambrino durchsetzen können.
Scalambrino ist eine von insgesamt neun deutschen Spielerinnen, für die das Turnier bereits nach dem ersten Tag wieder beendet ist. Neben den bereits erwähnten unterlegenen Deutschen in den einheimischen Duellen mussten auch Katharina Sliwka, Ana Stratulat, Francesca Parcelli, Tina Manescu, Julia Victoria Rennert und Gloria Reusch, die heute ihr Profidebüt feierte, zum Auftakt die Segel streichen. Bitter für Rennert und Reusch: beide scheiterten erst spät im Matchtiebreak und hätten genauso gut den Platz als Siegerinnen verlassen können.
Die finalen Qualifikationsspiele am Dienstag lauten:
Tilwith di Girolami (1) - Fabienne Gettwart (16)
Carolin Raschdorf (2) - Anna Lena Ebster (14)
Phillippa Preugschat - Georgina Groth
Karine Marion Job (4) - Mavie Österreicher (15)
Francoise Abanda (5) - Alja Senica (13)
Polina Skliar (6) - Charlotte von Zonneveld
Seda Basiliar (7) - Julie Myatovic
Nina Radovanovic - Burylo (ALT)/Rutlauka (11)
Bild: Georgina Groth - so sehen Siegerinnen aus
Turnier: Leimen 2026