Direkt zum Inhalt

Nur Manescu und Stusek mit Auftaktsiegen in Altenkirchen

Mit einer ziemlich durchwachsenen Bilanz ging der erste Tag bei den REWE Petz Ladies Open in Altenkirchen zu Ende. Von insgesamt zehn gestarteten deutschen Damen, die heute den Einzug in die finale Qualifikationsrunde fix machen wollten, haben letztlich zwei ihre heutige Partie erfolgreich bestreiten können. Neben dem Erfolg von Julia Stusek im rein deutschen Duell gegen die mit einer Wildcard ins Feld gerutschte Sina Herrmann sicherte sich auch Tina Manescu ihr Ticket für die nächste Runde und sorgte dafür, dass am Montag in jedem Falle zwei deutsche Spielerinnen über die Qualifikation ins Hauptfeld einziehen werden.

Bereits zu Beginn der Partie zeichnete sich im Duell zwischen Stusek und Herrmann ab, wer hier die tonangebende Spielerin ist. Ganze sieben Punktgewinne gelangen der 24-jährigen Wildcardinhaberin im ersten Satz, der mit 6:0 an die Nummer 16 der Setzliste ging. Auch im zweiten Durchgang änderte sich am Spielverlauf kaum etwas. Ein Break zu null beim Stande von 0:5 sollte die einzige Ausbeute für Herrmann an diesem Tag sein, während ihre Gegnerin nach 54 Minuten Spielzeit mit einem 6:0 und 6:1 den Einzug in die nächste Runde feiern durfte.

Deutlich spannender verlief da die Begegnung der zweiten siegreichen Deutschen, Tina Manescu. Die Halbfinalistin von Erwitte aus dem vergangenen Jahr bot gegen die an Nummer 13 gesetzte Belgierin Tamila Gadamauri eine konzentrierte Leistung in einer Partie, die phasenweise auf des Messers Schneide stand. Insbesondere in der Schlussphase des ersten Satzes musste Manescu ihr ganzes Können aufbieten, um den drohenden Satzverlust zu verhindern. Nachdem sie beim Stande von 6:5 und 0:30 bei Aufschlag ihrer Gegnerin nur zwei Punkte vom Satzgewinn entfernt war, sorgten vier Punktgewinne ihrer Gegnerin dafür, dass die Entscheidung in diesem Satz im Tiebreak fallen musste.

Hier erwischte Manescu zwar den besseren Start und ging schnell mit 2:0 in Führung, die stimmgewaltige Belgierin aber ließ nicht locker und sicherte sich zum Seitenwechsel den 3:3-Ausgleich. Auch danach hatte Gadamauri in den Ballwechseln meist das bessere Ende für sich und so erspielte sie sich beim Stand von 6:4 zwei Satzbälle. Den ersten vergab sie mit einer leicht verschlagenen Rückhand, beim zweiten ging eben jene Rückhand seitlich daneben. Nach dem Seitenwechsel sorgte ein erfolgreicher Netzangriff Manescus für deren ersten Satzball ihrerseits, den die Belgierin mit einem erzwungenen Fehler zunichte machte. Nachdem sich die 16-Jährige eine zweite Chance erspielen konnte, sorgte ein starker erster Aufschlag für den Punktgewinn, der gleichzeitig die Satzführung bedeutete.

Auch der zweite Durchgang blieb bis zum Ende hart umkämpft. Selbst eine 4:1-Führung mit zwei Breaks Vorsprung sollte Manescu nicht in Sicherheit wiegen. Ihr darauffolgender Aufschlagverlust brachte ihre Gegnerin zwar etwas mehr zurück in die Partie, doch mit einem weiteren Break stellte die 16-Jährige den alten Abstand wieder her. Ohne ein bisschen Drama sollte das Match dann aber doch nicht zu Ende gehen. Beim Versuch, die Begegnung selbst auszuservieren, verfehlten insgesamt fünf Matchbälle ihr Ziel, so dass es Gadamauri am Ende gelang, auf 3:5 zu verkürzen. Von diesem kleinen Rückschlag ließ sich die aktuelle Nummer 1035 der Welt jedoch nicht beirren und beendete das Match beinahe standesgemäß mit dem zwölften Aufschlagverlust in der gesamten Partie. 

Zwei Stunden und 25 Minuten standen beide Spielerinnen bei dieser durchaus spannenden Begegnung auf dem Platz. Nun heißt es für Manescu, sich zu regenerieren und wieder Kraft zu tanken für ihre nächste Aufgabe morgen. Dann wartet Landsfrau Mina Hodzic auf die 16-Jährige. Man darf gespannt sein, wer von den beiden Damen am Ende die Nase vorn hat.

Die finale Qualifikationsrunde im Überblick:

Aneta Kucmova (1) - Demi Tran (11)
Julia Adams (2) - Aneta Laboutkova
Mina Hodzic (3) - Tina Manescu (WC)
Amelia Rajecki (4) - Lina Glushko (11)
Marie Vogt (5) - Julia Stusek (16)
Camilla Zanolini (6) - Jana Otzipka (12)
Oana Georgeta Simion (7) - Ksenia Zaytseva (9)
Rasheeda McAdoo (8) - Iva Primorac (14)

Veröffentlichungsdatum:
Turnier: Altenkirchen 2026