Noha Akugue siegt auch in Helsinki
Die Spielerin der Stunde in deutschen Frauentennis heißt ohne Frage Noma Noha Akugue. Die 22-jährige Schleswig-Holsteinerin hat zwei Wochen nach ihrem Triumph beim W75-Turnier in Altenkirchen auch das W50-Turnier in Helsinki für sich entscheiden. Im Finale musste die Linkshänderin allerdings nur Kurzarbeit verrichten. Nachdem es nach gerade einmal 13 Minuten Spielzeit 4:0 aus deutscher Sicht stand, musste ihre Gegnerin Xinyu Gao die Partie aufgeben.
Damit baut die 22-Jährige ihre Bilanz in diesem Jahr auf 18 Siege bei lediglich fünf Niederlagen aus. Vor ihren beiden Triumphen in Altenkirchen und Helsinki hatte sie an der Qualifikation beim WTA 125-Turnier in Oeiras teilgenommen und sich für das Hauptfeld qualifiziert. Unter allen deutschen Spielerinnen nimmt sie im bisherigen Jahresverlauf den dritten Platz ein. Lediglich Tamara Korpatsch und Ella Seidel konnten 2026 bislang mehr Punkte einfahren als die gebürtige Reinbekerin.
Durch ihren heutigen Triumph kehrt Noha Akugue zudem wieder in die Top 200 zurück. Würde morgen eine neue Weltrangliste erscheinen, nähme die 22-Jährige dort wohl Platz 193 ein. Zu Jahresbeginn war sie noch auf Position 275 gelistet und hatte daher auch keine Chance, an der Qualifikation zu den Australian Open teilzunehmen. Mittlerweile fehlt nicht mehr viel und sie könnte ihr Glück demnächst in Roland Garros versuchen. Dazu müsste sie jedoch innerhalb der nächsten sechs Wochen noch mindestens 60 Plätze gutmachen. Dies erscheint zwar nicht ganz unmöglich, dennoch sollte dies nun nicht oberste Priorität für die 22-Jährige besitzen.
Anders sieht es aus im Hinblick auf die morgige Nominierung des deutschen Billie Jean King Cup-Teams für die Spiele in der Regionalgruppe I, die in der Woche vom 6. April im portugiesischen Oeiras stattfinden. Hier bleibt Torben Beltz und Jasmin Wöhr nichts anderes übrig, als die ehemalige Finalistin der Hamburg European Open in den fünfköpfige Kader zu berufen. Vor diesem Event geht es für die Deutsche in einer Woche zunächst zum W75-Turnier ins slowenische Maribor. Vielleicht gelingt ihr ja der Hattick. Zuzutrauen ist es ihr in ihrer aktueller Form allemal.