Noha Akugue folgt Brockmann ins Viertelfinale von Wiesbaden
Gleich zweimal musste Noma Noha Akugue heute bei den Wiesbaden Tennis Open antreten, um am Ende dieses Tages als zweite deutsche Spielerin nach Tessa Brockmann ins Viertelfinale einzuziehen. Zunächst stand die Beendigung ihrer Partie der ersten Runde gegen Landsfrau Ella Seidel an, die gestern beim Stande von 5:1 aus ihrer Sicht im dritten Satz abgebrochen wurde. Wer da jedoch mit einem lockeren Aufgalopp in Form eines schnellen Spielgewinns rechnete, sah sich schnell getäuscht.
Denn tatsächlich lieferte ihr ihre ein Jahr jüngere Landsfrau einen großen Kampf. Nach einem schnellen 2:5 aus Sicht von Seidel meldete die Hamburgerin noch einmal Ambitionen in Form eines Breaks zu null an. Als es Seidel in der Folge bei eigenem Aufschlag zudem noch gelang, zwei Matchbälle abzuwehren und zum 4:5 zu verkürzen, sah es danach aus, als sollte Noha Akugue ihr Vorsprung vom Vortag doch nicht reichen. Die 22-Jährige behielt jedoch bei ihrem zweiten Aufschlagsspiel an diesem Tag die Nerven und beendete nach gerade einmal 15 Minuten Spielzeit für vier Spiele die Partie mit ihrem vierten Matchball.
Deutlich interessanter wäre die Partie heute geworden, hätte der Supervisor, wie von Seidel gewünscht, das Match gestern nicht erst bei 1:5, sondern bereits bei 1:3 abgebrochen. Nachdem aufgrund der fortgeschrittenen Stunde bereits zu Satzbeginn klar war, dass eine Beendigung am selben Tag äußerst unwahrscheinlich erschien, hätte man diese Entscheidung in Betracht ziehen können. Ob Seidel das Match am Ende jedoch gewonnen hätte, steht ohnehin auf einem anderen Blatt.
Nach Noha Akugues Kurzeinsatz kam es später zum heiß ersehnten Achtelfinalduell mit Anna-Lena Friedsam, in dem die Gegnerin der an Nummer sieben gesetzten Lettin Darja Seministaja gesucht wurde. Allerdings verlief diese Begegnung weniger spannend als man vor Beginn vielleicht vermutet hatte. Im ersten Satz genügte der gebürtigen Reinbekerin ein einziges Break zum zwischenzeitlichen 3:1, um den Satz mit 6:3 nach Hause zu bringen. Im zweiten Durchgang startete die Linkshänderin direkt, indem sie ihrer Gegnerin den Aufschlag ein zweites Mal abnahm, ehe sie wenig später mit dem dritten Break zum 5:2 die Weichen auf Sieg stellte. Noha Akugue siegte am Ende verdient mit 6:3 und 6:2. Sie selbst blieb über das ganze Match hinweg ohne Aufschlagverlust und ließ nur einen einzigen Breakball zu.
Turnier: ITF Wiesbaden 2026