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Noha Akugue erreicht zweites Finale in Folge

Noma Noha Akugue steht zwei Wochen nach ihrem Finaleinzug bei den REWE Petz Ladies Open in Altenkirchen erneut im Finale eines höher dotierten ITF-Turniers. Die 22-jährige Schleswig-Holsteinerin setzte sich beim W50-Turnier in Helsinki in einer über weite Strecken spannenden Halbfinalpartie gegen ihre Landsfrau Mona Barthel mit 7:6(8) und 6:0 durch. Somit hat Noha Akugue morgen die Chance, ihren zweiten Titel in dieser Saison einzufahren. Ihre Gegnerin wird im Anschluss in der Begegnung zwischen der Belgierin Jeline Vandromme und der Chinesin Xinyu Gao ermittelt.

Insbesondere der erste Satz des rein deutschen Halbfinals hielt, was es zuvor versprochen hatte. Beide Spielerinnen begegneten sich hier auf Augenhöhe und schenkten sich kaum etwas. Zweimal gelang es der Jüngeren der beiden, sich einen Vorsprung dank eines Breaks zu verschaffen, doch in beiden Fällen hatte ihre Gegnerin die passende Antwort parat. Auch einen zwischenzeitlichen 5:3-Vorsprung Noha Akugues konnte Barthel umgehend egalisieren.

Lange hatte man im ersten Satz das Gefühl, dieser könnte letztlich nur im Tiebreak entscheiden werden, doch die frischgebackene Titelträgerin aus Altenkirchen gelangte nach ihrer vergebenen Führung gegen Satzende immer mehr in Schwierigkeiten. Als sie bei 5:6 gegen den Satzverlust servierte, musste sie sogar einen Satzball ihrer Gegnerin abwehren, um weiter im Satz zu bleiben. Nachdem ihr dies erfolgreich gelungen war, blieb am Ende letztlich die Entscheidung im Tiebreak.

Hier schien sich das Blatt nun doch in Richtung der erfahrenen Spielerin aus Neumünster zu wenden. Mit 5:2 führte Barthel zwischenzeitlich und hatte zudem die Chance, mit zwei Punkten bei eigenem Aufschlag die Satzführung perfekt zu machen. Doch anstelle den Satz zu ihren eigenen Gunsten zu entscheiden, brachte sie Noha Akugue mit zwei Punktverlusten am Stück wieder ins Spiel. Und es kam sogar noch schlimmer für die 35-Jährige. Nachdem ihre Gegnerin auch die beiden Punkte bei eigenem Aufschlag für sich entscheiden konnte, stand diese bei 6:5 vor ihrem ersten Satzball.

Doch so wie der Satz in die Verlängerung ging, so ging nun auch der Tiebreak in die Verlängerung. Jeder Punkt war in dieser Schlussphase hart umkämpft, teilweise wurden Bälle ins Feld zurückgespielt, bei denen man nur erstaunt den Kopf schütteln konnte, wie dies überhaupt möglich war, doch meist war es Noha Akugue, die das Quäntchen mehr Glück auf ihrer Seite hatte. Einen weiteren Satzball Barthels bei 6:7 musste sie noch abwehren, danach boten sich ihr weitere Chancen zum Satzgewinn und am Ende sollte es die dritte zum 10:8-Erfolg im Tiebreak sein, die ihr die Satzführung bescherte.

Dieser bittere Satzverlust hatte ohne Frage seine Spuren bei der 35-jährigen Veteranin hinterlassen. Während Noha Akugue ihr druckvolles Spiel unvermindert fortführte, hatte man bei Barthel hingegen das Gefühl, als sei etwas die Luft bei ihr raus. Zwar konnte sie in den Ballwechseln mit ihrer Gegnerin lange mithalten, im entscheidenden Moment aber hatte die 22-Jährige immer öfter das bessere Ende für sich. So gestaltete sich das 6:0 im zweiten Durchgang zwar genauso ungefährdet wie es das Ergebnis aussagt, dennoch hätte Barthel vom Spielverlauf her zumindest noch den einen oder anderen Spielgewinn verdient gehabt.

Am Montag erscheint leider keine neue Weltrangliste, aus diesem Grunde verzögert sich die Rückkehr Noha Akugues in die Top 200 um weitere sieben Tage. Allerdings kommt diese auch nur im Falle eines morgigen Titelgewinns zustande. Sollte die 22-Jährige auch im Finale eine ähnliche Leistung wie heute abrufen können, stehen die Chancen hierfür zumindest nicht schlecht.

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