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Neue Weltrangliste: nur Werner mit deutlicher Verbesserung

Einen Tag früher als üblich erschien bereits am heutigen Sonntag die neue Weltrangliste der WTA. Da das Grand Slam-Turnier in Roland Garros heute seine Pforten öffnet, wurden alle WTA-Turniere in dieser Woche bereits am Samstag beendet. Dennoch liegen noch nicht alle Zahlen vor. Beim W100-Turnier im japanischen Takasaki läuft das Finale noch, zudem werden heute auch noch die Endspiele bei den beiden W50-Turnieren im US-amerikanischen Pelham und im slowakischen Portoroz absolviert.

Große Auswirkungen auf die Platzierungen der deutschen Spielerinnen haben die noch ausstehenden Finals nicht, dennoch darf man sich fragen, warum die WTA hier frühzeitig ein neues Ranking veröffentlicht hat, das nachweislich nicht zu 100% korrekt ist. Da kann man sich nur wünschen, dass ihnen nicht der gleiche Fauxpas unterläuft wie einst bei Noma Noha Akugues Turniersieg in Prerov 2024, als ihr die 75 Punkte für den Finalsieg vorenthalten wurden und ihr stattdessen zwei Wochen lang nur 49 für die Finalteilnahme gutgeschrieben wurden.

Aus deutscher Sicht ist diesmal wenig in der Weltrangliste geschehen. Dies hängt unter anderem auch damit zusammen, dass viele Spielerinnen in der vorletzten Woche ihren Verpflichtungen bei ihren Vereinen nachgekommen sind und an Spieltagen der Bundesliga teilgenommen haben. Daher ragt in dieser Woche der Sprung von 25 Plätzen für Caroline Werner nach ihrem Finaleinzug in Kosice heraus. Auch die noch fehlenden Ergebnisse der heutigen Endspiele werden nichts mehr daran ändern, dass sie mit Platz 221 auf der Liste der Qualifikantinnen für Wimbledon stehen wird.

Dabei besteht zwar immer noch die theoretische Möglichkeit, dass sie die Teilnahme am Rasenklassiker verpassen könnte, sollten so gut wie keine anderen Spielerinnen vor ihr auf eine Teilnahme verzichten und es eine Flut von Teilnehmerinnen geben, die mit ihrem "special ranking" melden. Aus den Erfahrungen der letzten Jahre gilt dies jedoch als höchst unwahrscheinlich. Im Vorjahr reichte Platz 229 noch für einen Start in der Qualifikation, in den Jahren zuvor lag der Cut sogar jenseits der 230. Werner sollte sich also in jedem Fall um ein Einreisevisum bemühen, das man leider seit dem Austritt des Vereinigten Königreiches als EU-Bürgerin benötigt. 29 Euro kostet dieser Spaß im übrigen.

Um in dieser Woche eine zweite deutsche Spielerin zu finden, die sich um zehn oder mehr Plätze verbessern konnte, muss man weit nach unten scrollen, denn innerhalb der Top 1000 wird man diesmal nicht mehr fündig. Als einziger gelang es ansonsten Sina Herrmann, nach ihrem Achtelfinaleinzug beim W15-Turnier in Klagenfurt um 19 Positionen nach oben zu klettern. Sie belegt nun Rang 1028, wird jedoch in zwei Wochen in die Top 1000 zurückkehren, nachdem sie in dieser Woche beim W35-Turnier an selbiger Stelle aus der Qualifikation heraus ins Achtelfinale einzog.

An der Spitze des deutschen Rankings hat sich in dieser Woche ebenfalls wenig getan. Laura Siegemund führt die Rangliste nun auf Platz 47 (-1) an vor Tatjana Maria auf Platz 54 (-2). Eva Lys steht unverändert auf Rang 81, während Tamara Korpatsch und Ella Seidel sich um jeweils einen Platz verbessern und nun die Plätze 95 und 96 einnehmen. Somit verfügt Deutschland weiterhin über fünf Top 100-Spielerinnen.


Turnier: Wimbledon 2026

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