Nächster Coup für Noha Akugue?
Holt sich Noma Noha Akugue am Samstag nach knapp einem halben Jahr ihren nächsten Titel? Die 22-Jährige bestreitet morgen das Finale beim W35-Turnier in Birmingham. Die an Nummer eins gesetzte Linkshänderin trifft hierbei auf die Estin Elena Malygina, die sich als ungesetzte Spielerin bis ins Endspiel vorgekämpft hat. Bereits einmal standen sich beide auf der Profitour gegenüber, auch wenn dieses Aufeinandertreffen bereits über fünf Jahre her ist. Im August 2020 siegte die Deutsche beim Turnier in Alkmaar klar mit 6:4 und 6:2.
Auf dem Weg ins Endspiel zeigte sich die Spielerin aus Reinbek in guter Verfassung. In ihren bisherigen vier Partien musste sie lediglich im Viertelfinale gegen die an Nummer acht gesetzte Britin Emily Appleton einen Satz abgeben. Ansonsten dominierte sie ihre Gegnerinnen beinahe nach Belieben, auch wenn es heute im Halbfinale gegen die ungesetzte Amelia Rajecki im ersten Satz noch ziemlich eng wurde, nachdem die Deutsche eine zwischenzeitliche 4:1-Führung einbüßte. Am Ende stand dennoch ein ungefährdeter 7:5 und 6:1-Erfolg für die aktuelle Nummer 271 der Welt.
Zuletzt hatte Noha Akugue im August 2025 beim W50-Turnier im niederländischen Oldenzaal den Titel mit nach Hause genommen. Damals setzte sie sich im Finale überraschend gegen die an Nummer drei gesetzte Italienerin Silvia Ambrosio durch, die als Favoritin in diese Partie ging. Zwischenzeitlich stand die 22-Jährige ein weiteres Mal in einem Endspiel. Im Dezember bestritt sie das Finale beim W50-Turnier im italienischen Selva Gardena, unterlag dort jedoch der Polin Martyna Kubka, die 2025 unter anderem auch das W15-Turnier in Leimen mit einem Turniersieg beendete.
An ihre morgige Gegnerin werden sich die deutschen Tennisfans gerne zurückerinnern, war es doch sie, die im vergangenen Jahr im Finale des W15-Turniers von Kalmar stand und dort miterleben durfte, wie Tessa Brockmann ihren allerersten Titel auf der Tour in einem epischen Finale über drei Sätze feiern konnte, nachdem die Schleswig-Holsteinerin dabei zuvor einen Matchball gegen sich abwehren musste.
Neben der Titelchance von Noha Akugue haben am Wochenende weitere deutsche Spielerinnen noch die Chance auf einen Titelgewinn. Comeback-Queen Selina Dal marschiert in Sharm el Sheikh weiter durchs Feld und steht mittlerweile schon im Halbfinale. Gina Dittmann hält die deutschen Farben in Antalya hoch und hat es dort ebenfalls unter die letzten vier geschafft, nachdem der Wettergott in dieser Woche endlich ein Einsehen mit den Spielerinnen hatte. In der vergangenen Woche musste das Turnier aufgrund anhaltenden Dauerregens nach einer Runde abgebrochen werden.