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Maria lässt die Tenniswelt sprachlos zurück

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Tatjana Maria

Wer es nicht mit eigenen Augen erlebt hat, wird es nicht glauben. Tatjana Maria, die aktuelle Nummer 86 der Welt, hat sich beim WTA 500-Turnier im Londoner Queen's Club als Qualifikantin bis ins Finale durchgekämpft. Wer dachte, nach den Überraschungssiegen gegen Leylah Fernandez und Karolina Muchova, sowie dem gestrigen Sensationssieg gegen Elena Rybakina wäre bei Maria nach insgesamt bereits fünf bestrittenen Partien in London der Tank leer, der wurde heute eines besseren belehrt.

Sie läuft und läuft und läuft und das mit 37 Jahren. Was wird sich Madison Keys nun denken ? Die amtierende Titelträgerin der Australian Open hat sich von einer Spielerin, die vor Beginn dieses Turniers eine beträchtliche Niederlagenserie hingelegt hatte, in zwei Sätzen aus dem Turnier werfen lassen. Und nicht zu vergessen: der 6:3, 7:6(3)-Sieg von Maria war hochverdient. Keys gelang über das komplette Match hinweg nicht ein einziges Break. So etwas nennt man Meisterklasse - insbesondere gegen eine Spielerin dieses Kalibers.

Morgen steht die zweifache Tennismami zum zweiten Mal im Finale eines WTA-Turniers auf Rasen. Nur allzu gerne wird man sich an ihre erste Endspielteilnahme auf dem flachen Grün erinnern. Am 24. Juni 2018 feierte die damals 30-jährige ihre Finalpremiere auf dem Rasen von Mallorca. Ihr gegenüber stand die sich damals in Topform befindende Lettin Anastasiya Sevastova.

Von der Favoritenrolle Sevastovas war zu Beginn jedoch wenig zu sehen. Beide Spielerinnen hielten ihren Aufschlag konsequent über den kompletten Satz hinweg. Maria hatte hierbei das Glück, das Match mit eigenem Service beginnen zu können. So nutzte sie beim Stande von 5:4 die Gelegenheit, sich mit einem Break die Satzführung zu sichern, was sie dem Titel auf Mallorca entscheidend näher brachte.

Der zweite Satz startete komplett anders. Die Lettin legte auf einmal los wie die Feuerwehr und ging mit 4:0 in Führung. Doch anstatt sich dem drohenden Schicksal zu ergeben und sich auf den dritten Satz zu konzentrieren, begann Maria nun das Blatt zu wenden. Fünf Spielgewinne in Folge und wenig später ein weiteres Break zum 7:5 beendeten einen Satz, an dessen Ausgang in dieser Form wohl nur noch die wenigsten geglaubt hatten. Dieser Satzgewinn war zudem gleichbedeutend mit dem ersten WTA-Titel überhaupt in der Karriere der Bad Saulgauerin. Weitere sollten später in Bogota und Barranquilla noch folgen.

Und in London ?


Turnier: WTA London 2025

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