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Lys kritisiert negative Berichterstattung nach Niederlage in Madrid

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Eva Lys

Dass Eva Lys nicht auf den Mund gefallen ist und mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg hält, ist allgemein bekannt. Nach ihrer Erstrundenniederlage in Madrid gegen die Chinesin Shuai Zhang war es wieder einmal an der Zeit, sich zu Wort zu melden. Grund dafür ist die mediale Berichterstattung über diese Niederlage, die der 24-Jährigen in manchen Fällen zu negativ dargestellt wurde, insbesondere im Hinblick auf ihre lange Verletzungspause, die ihr zuvor die Teilnahme an drei WTA 1000-Turnieren kostete.

Eva Lys Medienschelte

Als Beispiele nannte Lys die beiden Artikel auf ntv und sport.de. Bei ntv kommt sie anscheinend nicht "aus ihrem Loch heraus", bei sport.de steckt sie "immer tiefer in der Krise". Anhand der gewählten Überschriften lässt sich erahnen, dass die hierfür verantwortlichen Journalisten entweder den Weg der 24-Jährigen in den letzten Wochen und Monaten nicht verfolgt haben oder dass sie dies bewusst ignorieren, um eine massentauglichere Schlagzeile produzieren zu können.

Die Hamburgerin hatte sich ja bereits in der Vergangenheit über die mangelnde mediale Berichterstattung im Damentennis ausgelassen, nun kommt hinzu, dass die wenige Aufmerksamkeit, die den deutschen Tennisdamen aktuell zuteil wird, mit negativen Tönen besetzt wird. Gut, bei dem eher peinlichen Abstieg der deutschen BJK Cup-Damen vor zwei Wochen in Oeiras dürfte es schwer gefallen sein, positive Worte zu finden. Davon allerdings redet die 24-Jährige nicht einmal. Sie bezieht sich ausschließlich auf das Medienecho im Zuge ihrer Niederlage.

Tatsache ist, dass Lys in den letzten Wochen und Monaten einen langen Leidensweg hinter sich hat. Eine komplexe Knieverletztung, die sie sich direkt in ihrer ersten Partie der Saison in Sydney zugezogen hatte, entpuppte sich als eine langwierige Angelegenheit. Umso schöner war es, dass es ihr ausgerechnet beim Heimturnier in Stuttgart nach langer Zeit erstmals wieder gelang, ein Match zu gewinnen. Dass man nach zweieinhalb Monaten Verletzungspause jedoch nicht gleich wieder in Bestform agieren kann, sollte dennoch jedem einleuchten.

Die Hamburgerin wünscht sich daher, dass Niederlagen zukünftig besser in den Gesamtkontext eingeordnet werden, anstatt nach jedem verlorenen Match gleich die Spielerin niederzumachen ohne die Hintergründe zu beleuchten. Gerade von der einheimischen Presse erhofft sie sich dies, da denen schließlich daran gelegen sein muss, dass sich im eigenen Land so schnell wie möglich auch wieder Erfolge einstellen, die ihnen dann wieder eine Schlagzeile wert sein wird.

Bild: Instagram eva.lys


Turnier: WTA Madrid 2026

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