Lys folgt Korpatsch in Runde zwei von Roland Garros
Die nächste erfreuliche Nachricht von Grand Slam-Turnier in Paris ist da. Eva Lys steht als zweite deutsche Spielerin nach Tamara Korpatsch in der zweiten Runde. Die Hamburgerin setzte sich zum Auftakt gegen die Kroatin Petra Marcinko nach einer Spielzeit von gerade einmal einer Stunde und sieben Minuten mit 6:3 und 6:0 durch. Damit wiederholt die 24-Jährige ihren Erfolg vom Vorjahr, als sie ebenfalls die Auftakthürde mit einem Sieg über die US-Amerikanerin Peyton Stearns überstand, ehe sie an der kanadischen Qualifikantin Victoria Mboko scheiterte.
Ihre Gegnerin in der Runde der letzten 64 lautet diesmal Sorana Cirstea. Die an Nummer 18 gesetzte Rumänin erweist sich seit ihrer Bekanntgabe des Rücktritts zum Jahresende als äußerst formstark und geht als klare Favoritin in diese Begegnung. Lys hingegen kann in dieser Partie frei aufspielen, da sie bereits zumindest ihr Resultat vom Vorjahr egalisieren konnte und zudem ohnehin niemand einen Sieg von ihr gegen die wieder erstarke Rumänin erwartet. Diese hatte bereits am Sonntag ihre Erstrundenpartie bestritten und sich dort gegen die französische Wildcardspielerin Ksenia Efremova klar durchsetzen können.
In ihrer heutigen Partie gegen die frischgebackene Turniersiegerin von Rabat legte Lys zu Beginn einen klassischen Fehlstart hin und startete das Match direkt mit einem Aufschlagverlust. Nachdem sie diesen Fauxpas jedoch umgehend wieder egalisieren konnte, entwickelte sich zunächst ein Spiel auf Augenhöhe, wobei beide Spielerinnen bei eigenem Aufschlag nicht immer sattelfest waren. Dies resultierte in einem zweiten Aufschlagverlust Marcinkos, der Lys die zwischenzeitliche 4:2-Führung einbrachte. Doch auch die Kroatin ließ sich nicht hängen kam zunächst wieder auf 3:4 heran. Mit dem dritten Break gegen sich sollte der Satz dann zu Ungunsten Marcinkos entschieden sein. Mit 6:3 ging der erste Durchgang verdient an die im Verlauf der Partie immer sicherer agierende Hamburgerin.
Mit dem Satzgewinn im Rücken spielte Lys nun deutlich befreiter auf und setzte Marcinko deutlich mehr unter Druck als noch zu Beginn des Matches. Bis zum Stand von 4:0 sahen die in Scharen erschienenen Zuschauer, wie die in Roland Garros seit vielen Jahren äußerst beliebte Deutsche das Match mehr oder weniger nach Belieben dominierte. Ein letztes Lebenszeichen in dieser Partie sendete die Kroatin, als sie bei 0:4 und 0:40 drei Breakbälle am Stück abwehren konnte und Chancen besaß, um auf 1:4 zu verkürzen. Nachdem dieses Unterfangen letztlich nicht von Erfolg gekrönt war und sie mit dem fünften Breakball gegen sich das 0:5 hinnehmen musste, servierte die Hamburgerin zum 6:4 und 6:0-Matchgewinn aus.
Nicht mehr mit von der Partie im Einzelwettbewerb ist hingegen Tatjana Maria. Die 38-Jährige musste sich nach einem hart umkämpften ersten Satz am Ende nach einer Spielzeit von einer Stunde und 19 Minuten der an Nummer 23 gesetzten Belgierin Elise Mertens mit 5:7 und 0:6 geschlagen geben. Später am Tag wird mit Ella Seidel noch eine dritte deutsche Spielerin in Paris ins Geschehen eingreifen. Die Hamburgerin trifft in ihrer Erstrundenpartie auf die an Nummer 29 gesetzte Lettin Jelena Ostapenko.
Turnier: Roland Garros 2026