Lys bietet Kontrastprogramm zu deutschem Marathon-Duell
Neben den beiden deutschen Spielerinnen, die sich in Montréal in einem denkwürdigen Match dreieinhalb Stunden lang beackert haben, um herauszufinden, welche von beiden in die zweite Runde einzieht, ist mit Eva Lys eine weitere Deutsche am Montag eine Runde weitergekommen. Die 23-jährige machte bei ihrem 6:1 und 6:4-Erfolg gegen die französische Qualifikantin Leolia Leanjean jedoch nicht den Eindruck, als wolle sie ewig viel Zeit auf dem Platz verbringen.
Während man bei Matches unter Beteiligung von Laura Siegemund schon im Vorhinein weiß, dass der Arbeitstag etwas länger dauern könnte (was sich gestern im übrigen wieder einmal bewahrheitete), zählt Lys eher zur schnellen Truppe unter den deutschen Spielerinnen. Gerade einmal 81 Minuten stand sie für 17 Spiele auf dem Platz, nach der selben Zeit befanden sich Siegemund und Maria gerade einmal in der Anfangsphase des zweiten Satzes.
Immerhin hatte Lys gegen die Französin die Partie von Beginn an fest im Griff. Den einzigen Spielgewinn im ersten Satz verbuchte Jeanjean bei eigenem Aufschlag, nachdem sie in diesem Spiel zuvor zwei Breakbälle abwehren musste. Im zweiten Satz keimte bei der Französin kurz Hoffnung auf, als Lys etwas überraschend ihr Aufschlagsspiel zum zwischenzeitlichen 1:3 aus ihrer Sicht abgeben musste.
Viel mehr hatte Jeanjean der Hamburgerin nicht entgegen zu setzen. Umgehend holte sich Lys das Break zurück und gewann in der Folge vier Spiele in Folge, wodurch sie sich eine 5:3-Führung herausspielen konnte. Zwar gelang es ihrer Gegnerin noch einmal, auf 4:5 heranzukommen, doch Lys ließ sich ihren Vorsprung nicht mehr nehmen und zog verdient in die zweite Runde ein. Dort wartet auf die 23-jährige die an Nummer 27 gesetzte Anastasia Pavlyuchenkova. Diese Partie findet ebenso wie die zweite Begegnung mit deutscher Beteiligung zwischen Laura Siegemund gegen Madison Keys planmäßig am Mittwoch statt.
Turnier: WTA Montréal 2025