Lys besiegt Cé nach starkem Endspurt
Die Idee, nach langer Zeit wieder einmal bei einem Turnier der Kategorie WTA 250 anzutreten, könnte sich für Eva Lys in diesen Tagen als Glücksfall erweisen. Die 24-Jährige steht in Sao Paulo mittlerweile im Achtelfinale und hat somit gute Karten, auch kommenden Montag noch innerhalb der Top 100 in der Weltrangliste zu stehen. Ihre Auftaktbegegnung gegen die Brasilianerin Gabriela Cé war am Dienstag wegen Unwetters unterbrochen worden, heute brachte die Deutsche dieses Match erfolgreich zu Ende.
Dabei hatte es heute lange Zeit nicht nach einem Happy-End für die ehemalige deutsche Nummer eins ausgesehen. Beim Stand von 6:1, 5:7 und 2:2 aus deutscher Sicht setzte gestern der Regen ein, der eine Fortsetzung später am Tag unmöglich machte und so den Spielplan in Sao Paulo komplett durcheinander wirbelte. Nach der heutigen Wiederaufnahme war es zunächst Cé, die angefeuert vom eigenen Publikum den besseren Start hinlegte und dank eines Breaks mit 4:2 in Führung ging. In der Folge entwickelte sich ein kleines Breakfestival. Lys holte sich zunächst ihren Aufschlagverlust zurück, nur um kurze Zeit später ein weiteres Mal mit zwei Spielen in Rückstand zu geraten.
Somit hatte Cè beim Stand von 5:3 die Gelegenheit, die Partie mit eigenem Aufschlag zu beenden. Dieses Unterfangen ging jedoch komplett daneben und Lys kam nicht nur auf 4:5 heran, sie begann nun auch, das Match quasi zu dominieren. Zu null servierte sie zum 5:5-Ausgleich, ähnlich mühelos gelang ihr wenig später das Break zum vorentscheidenden 6:5. Doch auch sie machte es gegen Ende noch einmal spannend. Anstelle eines Matchballs sah sich die 24-Jährige einem Breakball ihrer Gegnerin gegenüber, der zum Glück für die Deutsche nicht sein erhofftes Ziel fand. Stattdessen sorgten zwei weitere Punktgewinne für einen hart erkämpften Sieg mit 6:1, 5:7 und 7:5, der zudem die Erkenntnis brachte, dass Lys sich in der nächsten Partie steigern müsse, will sie noch länger in Sao Paulo um den Titel mitspielen.
Am Donnerstag trifft die Hamburgerin nun auf die Argentinierin Nadia Podoroska, deren Achtelfinaleinzug bereits seit gestern feststand, nachdem sie noch vor der Regenunterbrechung gegen die Italienerin Lucrezia Stefanini triumphierte. Für die Veranstalter bleibt zu hoffen, dass das Wetter in den kommenden Tagen ähnlich stabil bleibt wie heute, da die gestrigen Unwetter tatsächlich so heftig waren, dass sie sogar der internationalen Presse, auch in Deutschland, eine Erwähnung wert waren.
Turnier: WTA Sao Paulo 2026