Licht und Schatten an Tag eins in Wimbledon
Mit Tatjana Maria und Tamara Korpatsch standen am ersten Tag beim dritten Grand Slam-Turnier des Jahres in Wimbledon zwei deutsche Damen auf dem Platz. Während das Abenteuer Rasensaison für die eine erstmal weitergeht, ist das Turnier für die andere bereits nach dem Auftaktmatch beendet. Tamara Korpatsch unterlag der US-Amerikanerin Cori Gauff klar in zwei Sätzen und büßte damit ihren Status als einzige deutsche Spielerin ein, die im Head-to-Head mit der US-Amerikanerin eine positive Bilanz hat.
Bislang standen sich Korpatsch und Gauff lediglich einmal gegenüber und dieses Aufeinandertreffen ist schon einige Jahre her. 2019 trafen sich beide in der finalen Qualifikationsrunde in Linz und obwohl man schon insgeheim mit einem Sieg des damaligen Shootingstars rechnen musste, behielt Korpatsch in dieser Partie kühlen Kopf und siegte mit 6:4 und 6:2. Dass Gauff wenig später als Lucky Loser ins Turnier zurückkehrte und am Ende den Titel holte, ist eine andere Geschichte.
Ebenfalls eine andere Geschichte ist die der Tatjana Maria. Deutschlands Rasenkönigin Nummer eins mischt auch in Wimbledon kräftig mit. Nur zwei Tage nach ihrer Finalniederlage in Eastbourne gegen die US-Amerikanerin Madison Keys befand sich die 38-Jährige wieder in der Spur und gewann ihr Auftaktmatch gegen die Kasachin Yulia Putintseva mit 6:4 und 6:4. Nun wartet die an Nummer 16 gesetzte Iva Jovic auf die Deutsche, die von Papier her zwar als Außenseiterin in die Partie geht, dennoch mit Sicherheit von keiner Spielerin mehr auf Rasen unterschätzt wird.
Am Dienstag treten die drei verbliebenen Deutschen in der ersten Runde an, dazu sind alle drei erst zu späterer Stunde angesetzt. Laura Siegemund trifft dann auf die an Nummer 25 gesetzte Elise Mertens, während Eva Lys es mit der an Nummer 15 gesetzten Diana Shnaider zu tun bekommt und Ella Seidel mit der an Nummer neun gesetzten Tschechin Linda Noskova das wohl schwierigste Los aller deutschen Spielerinnen gezogen hat.
Turnier: Wimbledon 2026