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Kurzer Prozess in Knokke-Heist

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Jule Niemeier

Jule Niemeier steht im Finale des W50-Turniers im belgischen Knokke-Heist. Die 26-Jährige bestätigte auch in ihrem heutigen Halbfinale gegen die Niederländerin Sara van Emst ihre tolle Verfassung und fegte in einer Spielzeit von einer Stunde und fünf Minuten beim 6:0 und 6:2-Erfolg förmlich über ihre Gegnerin hinweg. Für die Qualifikantin aus Dortmund war dies der sechste Sieg ohne Satzverlust in dieser Woche. Morgen steht ihr im Duell zweier Qualifikantinnen die Slowakin Irina Balus gegenüber.

Für Niemeier ist die morgige Partie das erste Endspiel in dieser Saison. Ihr letztes Finale hatte sie 2024 in Wiesbaden bestritten, als sie der topgesetzten Argentinierin Julia Riera in drei Sätzen unterlag. Sollte sie Tipps dazu benötigen, wie man ein Endspiel gegen Irina Balus gewinnt, kann sie ja mal bei ihrer Landsfrau Mariella Thamm nachfragen. Dieser gelang das Kunststück im Vorjahr im slowenischen Krsko bei ihrem zweiten Karrieretitel. Kurioserweise war Balus einst auch in dieses Finale über die Qualifikation gelangt.

Unabhängig davon, wie die morgige Partie gegen die Slowakin am Ende ausgeht, war diese Turnierwoche für die 26-jährige Dortmunderin ein voller Erfolg und ein Schritt hin zu hoffentlich wieder besseren Zeiten. Eine Serie von sechs Siegen in Folge konnte sie zuletzt in ihrem erfolgreichsten Jahr auf der Tour im Jahre 2022 aufweisen, genauer gesagt baute sie ihre Serie damals sogar auf acht Siege nacheinander aus. Zunächst hatte sie das W60-Turnier in Zagreb ohne Satzverlust für sich entscheiden können,  ehe ihre Reise in Wiesbaden weiterging, wo sie ebenfalls ohne Satzverlust das Halbfinale erreichte, in dem ausgerechnet ihre Landsfrau Nastasja Schunk die Spielverderberin war.

Dank ihrer Siegesserie in dieser Woche ist nun auch ihre kurze Zeit außerhalb der Top 500 der Weltrangliste vorüber. Mit einem morgigen Finalsieg würde Niemeier sogar bereits wieder knapp hinter den Top 400 stehen und ihre Situation würde sich wieder deutlich freundlicher darstellen. Bleibt ihr nur zu wünschen, dass ihr Aufwärtstrend auch nach der Woche in Belgien weiter anhält.


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