Korpatsch steigt nach Angers-Finale um elf Plätze
Mit gerade einmal vier Verbesserungen im zweistelligen Bereich aus Sicht der deutschen Damen präsentiert sich heute die neue Weltrangliste. Dennoch darf sich die eine oder andere Spielerin heute über ein neues Karrierehöchstranking freuen und das, ohne diese Woche gepunktet zu haben. Dies gilt unter anderem für Ella Seidel, die vom frühen Aus von Alycia Parks in Angers profitiert und um einen Platz nach oben auf Platz 84 klettert. Auch Julia Stusek notiert auf Platz 703 einen neuen Bestwert.
Ebenfalls so hoch wie nie positioniert sich Antonia Schmidt. Die 24-Jährige hatte eine Woche, nachdem sie beim W35-Turnier in Antalya das Halbfinale erreichen konnte, an selbiger Stelle nochmals an einem Turnier derselben Kategorie teilgenommen und spielte sich noch einmal bis ins Viertelfinale vor. Dadurch klettert sie heute um fünf Plätze auf Position 373.
Grund zur Freude dürfte heute auch trotz ihres gestern verlorenen Finals bei Tamara Korpatsch herrschen. Erstens durfte sie gestern am Abend noch ihren allerersten WTA-Titel in der Doppelkonkurrenz an der Seite der Französin Jessika Ponchet begießen, zweitens rückt sie näher an die Plätze heran, bei denen sie bei den Australian Open zu den Top 16 der Setzliste in der Qualifikation gehört. Ihre heutige Verbesserung um elf Plätze auf Position 127 dürfte jedoch knapp nicht dafür reichen. Dies hängt davon ab, wieviele Spierinnen für das Hauptfeld der Australian Open ihr "special ranking" nutzen und wieviele, die vor ihr liegen, auf eine Reise nach down under verzichten. Würde die Hamburgerin die Top 16 der Setzliste verpassen, wäre sie zwar dennoch im Feld gesetzt, könnte jedoch in der finalen Qualifikationsrunde auf eine höher gesetzte Spielerin treffen.
Im Gleichschritt nach oben geht es heute für Anna-Lena Friedsam und Noma Noha Akugue. Beide steigen nach ihren Erfolgen in der letzten Woche um je 23 Plätze. Friedsam profitiert hierbei von ihrem Halbfinaleinzug in Angers, in dem sie ihrer Landsfrau Tamara Korpatsch unterlag, während Noha Akugue beim W50-Turnier in Selva Gardena das Finale erreichte und sich somit Schritt für Schritt langsam wieder den Regionen nähert, in denen sie einst zu finden war. In Zahlen ausgedrückt steht Friedsam nun auf Platz 170, Noha Akugue belegt den 273. Rang.
Den Abschluss der Spielerinnen, die sich in dieser Woche signifikant verbessern konnten, bildet Eva Marie Voracek. Die 26-Jährige hatte vorletzte Woche beim W15-Turnier in Heraklion im Halbfinale gestanden und unterlag dort der topgesetzten Sapfo Sakellaridi. Dennoch bringt ihr dieser Erfolg 19 Plätze ein und lässt sie hoch bis auf Platz 516 springen. Damit steht sie kurz vor der Rückkehr in die Top 500, in denen sie in diesem Jahr bereits einmal kurz gestanden und ihren Bestwert auf Platz 489 notiert hatte.
Auch außerhalb der Top 1000 hat sich in dieser Woche so gut wie nichts getan. Vivien Sandberg und Julia Victoria Rennert notieren am diesem Montag ein neues "career high", das jeweils weltranglistenbereinigt zustande kommt. Sandberg steht nun mit sieben Punkten auf Platz 1335, Rennert mit einem Punkt weniger 14 Plätze dahinter.
Der eigentliche Aufreger in der Weltrangliste ist nach wie vor, dass sowohl Luisa Schruff als auch Pauline Glöckner fehlen, wenn man das Ranking nach "Germany" filtert. Aus weiterhin nicht nachvollziehbaren Gründen werden diese nicht unter "GER", sondern unter "DEU" gelistet, ein Länderkürzel, das es eigentlich nicht gibt. Ihre Platzierung findet man lediglich, wenn man entweder direkt nach ihnen sucht oder das Ranking nach Platzierungen filtert.
Turnier: WTA Angers 2025