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Korpatsch rückt erneut ins Grand Slam-Doppelfeld nach

Bis vor kurzem dachte man, außer Laura Siegemund seien keine deutschen Damen mehr in Wimbledon am Start. Mittlerweile muss man diese Aussage revidieren. Das deutsche Restkontingent an der Church Road hat heute unerwartet Zuwachs bekommen. Zum zweiten Mal in Folge gelang es Tamara Korpatsch, sich über die Nachrückerliste in die Doppelkonkurrenz hineinzuschleichen, nachdem sie wie zuletzt in Roland Garros den direkten Hauptfeldeinzug knapp verpasste.

An der Seite der Argentinierin Nicole Fossa Huergo gelang ihr einst in Paris sogar der Einzug in die zweite Runde, in der beide dann gegen Elise Mertens und Shuai Zhang chancenlos waren. Nur wenige Wochen später sollte ihnen selbiges Kunststück in Wimbledon erneut gelingen. Die kurzfristige Absage der beiden Italienerinnen Sara Errani und Jasmine Paolini spülte das deutsch-argentinische Duo an Position sechs der Setzliste. Die ließen sich nicht zweimal bitten und nutzten diese Gelegenheit konsequent aus.

Ihre Gegnerinnen in der ersten Runde hießen heute Maria Kozyreva und Irina Shymanovich. Diese Paarung gehört zwar mit Sicherheit nicht zur Weltspitze, dürfte jedoch über mindestens genauso viel Erfahrung im Doppel verfügen wie ihre heutigen Gegnerinnen. In Paris waren es Oleksandra Oliynikova und Panna Udvardy, die in drei Sätzen gegen Korpatsch und Fossa Huergo den kürzeren zogen, diesmal lautete das Ergebnis 6:3, 4:6 und 6:3 zugunsten des Nachrückerdoppels, das somit ein zweites Mal unter den letzten 32 Paarungen bei einem Grand Slam-Turnier steht.

Diesmal sollten sie sogar eine reelle Chance auf den Einzug ins Achtelfinale haben. Aufgrund ihrer virtuellen Setzposition stehen ihnen mit Linda Noskova und Rebecca Sramkova keine expliziten Doppelspezialistinnen gegenüber. Selbst die darauffolgende Hürde müsste nicht einmal die letzte sein, denn auch hier würde ein ungesetztes Duo auf Fossa Huergo und Korpatsch warten. Bevor man sich hiermit jedoch näher beschäftigt, sollten erst einmal Noskova und Sramkova aus dem Weg geräumt werden.

Diese Partie findet jedoch frühestens am Sonntag statt. Morgen ist lediglich die Zweitrundenpartie von Laura Siegemund im Doppel an der Seite von Vera Zvonareva angesetzt. Auch im Mixed steht die 38-Jährige bereits im Achtelfinale. Gemeinsam mit Edouard Roger-Vasselin besiegte sie heute John Peers und Katie Swan in drei umkämpften Sätzen am Ende mit 10:6 im Matchtiebreak des dritten Satzes und ist somit weiterhin noch in zwei Wettbewerben vertreten.


Turnier: Wimbledon 2026

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