Korpatsch bleibt sich auch am Geburtstag treu
Einen Tag nach ihrem unfassbaren Comeback gegen die Französin Ksenia Efremova in der Qualifikation zum WTA 125-Turnier in Paris hat Tamara Korpatsch ein weiteres Mal eine Partie gedreht, in der sie kurz vor dem Aus stand. In der ersten Hauptrunde traf die Hamburgerin an ihrem 31. Geburtstag auf Efremovas Landsfrau Clara Burel, die mit einer Wildcard ins Hauptfeld gestartet war. Wieder einmal fehlte nicht viel und Korpatsch hätte die Heimreise antreten können.
Wie in ihrer gestrigen Partie ging auch heute der erste Satz verloren. Ein 1:5-Rückstand im zweiten blieb ihr diesmal zwar erspart, stattdessen war sie es selbst, die einen vermeintlich komfortablen 5:2-Vorsprung nicht ins Ziel retten konnte und am Ende in den Tiebreak musste. Hier hatte sie zunächst mit 3:1 die besseren Karten, nachdem sie jedoch vier Punktverluste in Folge hinnehmen musste, fehlten Burel nur noch zwei Punkte, um das Geburtstagskind auf ihre eigene Geburtstagsparty zu schicken. Die Hamburgerin aber ließ sich nicht beirren und sorgte selbst mit vier Punkten in Folge dafür, dass die Entscheidung in dieser Begegnung vertagt wurde. Die Partygäste mussten sich also noch etwas gedulden.
Aller Aufwand, den Korpatsch im zweiten Satz betrieb, schien jedoch vergeblich gewesen zu sein. Mit zwölf Punktgewinnen aus 16 Ballwechseln sicherte sich Burel zu Beginn des dritten Satzes eine 3:0-Führung und sah sich schon mit einem Bein in der nächsten Runde. Doch das Glück, das ihr in dieser Phase noch hold war, schien sie danach verlassen zu haben. Nachdem Korpatsch auf 1:3 verkürzte, folgten zwei Aufschlagsspiele, die beide gut und gerne zugunsten der Französin zum 5:1 hätten laufen können, in beiden Fällen behielt jedoch die Hamburgerin am Ende die Oberhand und sorgte somit für den 3:3-Ausgleich. Als der 31-Jährigen ein weiteres Break gelang und sie es in der Folge mit dem Aufschlagsspiel zum 5:3 bestätigen konnte, sprach vieles für einen weiteren deutschen Sieg in diesem Turnier.
Burel legte in dieser Situation noch einmal alles in die Waagschale und verkürzte zum 4:5. Auch bei darauffolgenden Aufschlagsspiel ihrer Gegnerin ließ sie nicht locker und wehrte zunächst zwei Matchbälle ab, ehe es ihr selbst nicht gelang, ihren einzigen Breakball zum 5:5 zu verwandeln. Der dritte Matchball, den Burel seitlich ins Aus setzte, sollte es dann für Korpatsch nach exakt drei Stunden Spielzeit sein. Ein hart erkämpfter 4:6, 7:6(5) und 6:4-Sieg an einem für sie besonderen Tag. Da dürfte das Festtagsmenü heute abend umso besser schmecken. An ihre Achtelfinalpartie gegen die Qualifikantin Alina Charaeva wird sie heute wohl eher keinen Gedanken mehr verschwenden. Happy birthday, Tami!
Turnier: WTA Paris 2026