Korpatsch beschenkt sich selbst
Besser kann die Woche, in der man einen runden Geburtstag feiert, kaum enden. Tamara Korpatsch, die vor fünf Tagen ihren 30. Geburtstag feiern durfte, beschenkt sich mit dem Turniersieg beim W75-Turnier im slowakischen Trnava. Im Endspiel gelang ihr ein hart erkämpfter 1:6, 6:4 und 6:4-Erfolg über die Japanerin Mai Hontama. Mit diesem Triumph feiert die Hamburgerin auch ihr Comeback in den Top 150 der Weltrangliste, nachdem sie aufgrund vieler Verletzungen zuletzt bis ans Ende der Top 200 gefallen war und teilweise nur noch auf Position 192 gelistet wurde.
Dabei legte die 30-jährige im Finale einen klassischen Fehlstart hin. Mit 0:5 lag Korpatsch im ersten Satz zurück, ehe sie endlich in das Match fand, den Verlust des ersten Satzes wenig später jedoch nicht mehr verhindern konnte. Ein umgekehrtes Bild ergab sich dann in Durchgang zwei, als die Deutsche es war, die begann, die Partie zu dominieren. Doch ihre vermeintlich sichere 5:1-Führung schrumpfte noch einmal bis auf 5:4 zusammen, ehe sie doch noch ihren eigenen Aufschlag zum 6:4 verwerten konnte.
Der dritte Satz entwickelte sich zu einer wahren Achterbahnfahrt. Zunächst machte Korpatsch da weiter, wo sie im zweiten Satz aufgehört hatte und ging schnell mit 2:0 in Führung. Zu bedeuten hatte dieser frühe Vorsprung jedoch nichts. Hontama holte sich nicht nur das Break zurück, sondern blieb auch bei eigenem Aufschlag solide und so wurde aus dem 2:0 ein 2:3 aus deutscher Sicht. Für die Entscheidung sorgte letztendlich ein zu-null verlorenes Aufschlagsspiel der Japanerin beim Stande von 3:3. Dies brachte Korpatsch den entscheidenden Vorsprung, den sie am Ende auch ins Ziel retten konnte.
Auf den großen Jubel nach dem verwandelten Matchball wartete man bei der Hamburgerin jedoch vergeblich. Auch sie dürfte wissen, dass ihre Zukunft in Bestform nicht auf W75-Ebene liegt, sondern weitaus darüber. Dennoch muss man auch diese Aufgaben, die sich ihr diese Woche geboten haben, erst einmal meistern. Dies ist ihr ohne Frage perfekt gelungen.