Korpatsch behält zum Auftakt die Ruhe
Mit Tamara Korpatsch ist am Sonntag die erste deutsche Spielerin in die zweite Runde beim Grand Slam-Turnier in Paris eingezogen. Die 31-Jährige setzte sich nach anfänglichen Schwierigkeiten souverän gegen die Spanierin Sara Sorribes Tormo mit 6:4 und 6:2 durch. Nach einer Spielzeit von einer Stunde und 50 Minuten verwandelte die Hamburgerin ihren dritten Matchball zum Sieg. Ihre nächste Gegnerin wird am Mittwoch die an Nummer 32 gesetzte Chinesin Xinyu Wang sein. Diese hatte sich heute knapp gegen die österreichische Nachwuchshoffnung Lilli Tagger in drei Sätzen durchsetzen können.
Zu Beginn der Partie sah es nach alles anderem als nach einem deutschen Sieg aus. Korpatsch wirkte anfangs überhastet und streute einen Fehler nach dem anderen ein. Auf diese Weise gelangte Sorribes Tormo, die selbst nur darauf bedacht war, den Ball im Spiel zu halten, zu einer anfänglichen 3:1-Führung. In der Folge jedoch veränderte die Hamburgerin ihr Spiel zusehens und brachte sich dadurch in die Erfolgsspur. Anstatt auf den schnellen Punkt zu gehen, ging Korpatsch, die bereits 2017 in Roland Garros debütierte, nun die Rallys ihrer Gegnerin mit und wartete auf den entscheidenden Moment zum Punktgewinn. Auf diese Weise holte sie sich den ersten Satz verdient mit 6:4.
Im zweiten Satz ging es im selben Stil weiter, nur das Glück schien Korpatsch zu Beginn verlassen zu haben und somit startete auch dieser Durchgang mit einem Aufschlagverlust der 31-Jährigen. Durch diesen Fehlstart ließ sich die Hamburgerin jedoch nicht aus dem Konzept bringen und verfolgte weiter das Spiel, das ihr bereits im ersten Satz den Erfolg brachte. Von Sorribes Tormo kam hingegen nicht mehr viel. Korpatsch hatte die Partie nun komplett im Griff, auch eine medizinische Auszeit beim Stande von 4:2, als sie sich am rechten Zeigefinger behandeln lassen musste, konnten nichts mehr an ihrem hochverdienten Sieg zum Auftakt von Roland Garros ändern.
Turnier: Roland Garros 2026