Kaum Änderungen im WTA-Kalender für 2027
Lange hat man darauf warten müssen, in dieser Woche war es letztlich dann soweit. Die WTA hat ihren neuen Saisonkalender für das Jahr 2027 veröffentlicht. Doch so sehr man sich manche Neuerung dabei gewünscht haben mag, geändert hat sich faktisch nichts. Um noch mehr vom immer weiter ausufernden Eala-Hype zu profitieren, wird in der Woche vor den WTA Finals ein neues WTA 250-Turnier in der philippinischen Hauptstadt Manila ausgetragen.
Eine weitere Änderung betrifft das WTA-Turnier im marokkanischen Rabat. Im vergangenen Jahr war dies direkt in der Woche vor den Grand Slam-Turnier in Paris terminiert, nun wandert man einige Wochen nach vorne und platziert das Turnier in der zweiten Woche des Turniers in Madrid. Ansonsten bleibt der Kalender - zumindest nach jetzigem Stand - exakt so, wie man ihn von 2026 kennt. Dies bedeutet leider auch, dass man weiterhin an diesen unsäglichen zweiwöchigen WTA 1000-Turnieren festhält.
Eine Verbesserung gibt es für die Topspielerinnen. Diese hatten sich darüber beklagt, dass sie im Jahr zu viele Pflichtturniere absolvieren müssten. Tatsächlich waren diese neben den vier Grand Slam-Turnieren und den zehn WTA 1000-Turnieren zusätzlich noch sechs Turniere der Kategorie WTA 500. Diese Anzahl wurde nun auf vier reduziert, was jedoch dem Teilnehmerfeld bei Turnieren dieser Kategorie alles andere als zuträglich ist, da diese nun mit weniger Topspielerinnen auf der Meldeliste rechnen müssen.
Immerhin hat sich in Sachen Preisgeld etwas getan. Ab dem kommenden Jahr sind Damen und Herren bei den kombinierten 1000er-Events gleichgestellt. Auch die WTA Finals, die 2027 erstmals in Charlotte, NC ausgetragen werden, werden in einem anderen Format durchgeführt, da das Event von bislang acht Tagen auf fünf reduziert wird. Theoretisch ist es dennoch möglich, am "round robin"-Format festzuhalten. Dazu müssten beide Vierergruppen ihre Gruppenspiele jedoch innerhalb von drei anstelle wie bisher innerhalb von sechs Tagen absolvieren.