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Hodzic siegt im deutschen Marathon-Duell

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Mina Hodzic

Mit Spannung wurde heute das Aufeinandertreffen zwischen Mina Hodzic und ihrer Landsfrau Anna Petkovic im Achtelfinale des W15-Turniers im belgischen Wanfercée-Baulet erwartet. Die an Nummer zwei gesetzte Hodzic ging hier von der Papierform her als klare Favoritin in dieses Duell, jedoch musste sie in ihrer gestrigen Auftaktpartie gegen die Lokalmatadorin Romane Longueville überraschenderweise einen Satz abgeben. Selbiges widerfuhr in der ersten Runde auch ihrer heutigen Gegnerin.

Für Petkovic bedeutete das Match gegen Hodzic bereits die zweite Begegnung in Folge gegen eine Landsfrau. Zuvor bekam sie es mit der Qualifikantin Carolin Raschdorf zu tun, die ihr über zweieinhalb Stunden lang einen großen Kampf bot, ehe die Nummer 976 der Welt am Ende doch in drei Sätzen ins Achtelfinale einziehen konnte. Auch in der heutigen Partie gegen Hodzic durfte sie sich Chancen aufs Weiterkommen ausrechnen.

Tatsächlich entwickelte sich zwischen beiden eine dramatische Partie. Im ersten Satz blieb alles lange in der Reihe, ehe es Hodzic erstmals gelang, den Aufschlag ihrer Gegnerin zu durchbrechen. Doch anstelle einer Vorentscheidung in diesem Durchgang bildete dieses erste Break lediglich den Auftakt zu einer Serie von vier Aufschlagverlusten in Folge. Wenig überraschend ging es am Ende des ersten Satzes in den Tiebreak.

Dieser entwickelte sich zunächst zu einer einseitigen Angelegenheit. Mit 4:0 führte Hodzic bereits, ehe Petkovic zu einer Aufholjagd ansetzte, mit der sie tatsächlich zum 5:5 ausgleichen konnte. Damit jedoch nicht genug. Zunächst erspielte sie sich ihren ersten Satzball zum 6:5, wenig später einen weiteren zum 7:6. Dieser sollte dann tatsächlich genügen, um am Ende doch noch der Satz für sich entscheiden zu können.

Dieser bittere Satzverlust schien zunächst Spuren bei der 23-jährigen hinterlassen zu haben. Petkovic sicherte sich zu Beginn des zweiten Satzes eine 2:0-Führung und war auf dem besten Wege, ins Viertelfinale einzuziehen. Daraus sollte zunächst jedoch nichts werden. Mit fünf Spielgewinnen in Folge wendete sich das Blatt komplett und Hodzic stand auf einmal kurz vor dem Satzausgleich. Doch so einfach wollte es ihr ihre Gegnerin dann doch nicht machen. Petkovic machte aus einem 2:5 nach Abwehr von zwei Satzbällen ein 5:5 und sorgte, nachdem sie bei 5:6 zwei weitere Satzbälle abwehren konnte, letztlich dafür, dass auch dieser Satz im Tiebreak entschieden werden musste.

Hier ging es dramatisch zur Sache. Hodzic besorgte sich immer wieder knappe Führungen, doch die 20-jährige ließ sie nie davonziehen. Selbst zwei Chancen zum Satzgewinn bei 6:4 ließ Hodzic ebenso ungenutzt wie auch den insgesamt siebten bei 7:6. Erst im achten Anlauf gelang ihr nach weit über zwei Stunden der Satzausgleich zum 6:7(6) und 7:6(7).

Die Wende blieb in dieser Partie jedoch zunächst aus. Wie bereits im zweiten Satz ging Petkovic zunächst mit 2:0 in Führung und auch diesmal schaffte es ihre Gegnerin, den Spielstand zu egalisieren. Im umkämpften siebten Spiel in diesem Satz bei 3:3 gelang der älteren der beiden letztlich die Vorentscheidung. Mit ihrem zweiten Breakball ging Hodzic mit 4:3 in Führung und lieferte im Anschluss gleich ein Aufschlagsspiel zu null hinterher.

Der Widerstand von Petkovic schien nun langsam gebrochen zu sein, doch auch von drei Matchbällen ihrer Gegnerin beim Stande von 3:5 und eigenem Aufschlag ließ sie sich nicht unterkriegen. In einem langen Aufschlagsspiel war es am Ende der dritte Spielball, mit dem die Hamburgerin noch einmal zum 4:5 verkürzen konnte. Die Freude darüber währte leider nicht lange. Schnell besorgte sich Hodzic eine 40:0-Führung und mit ihrem dritten Matchball beendete sie nach drei Stunden und 15 Minuten eine Partie, die eigentlich keine Verliererin verdient hatte.

Am Freitag geht es für Hodzic dann erneut gegen eine ihrer zahlreich in Belgien vertretenen Landsfrauen. Diesmal steht ihr Yana Morderger gegenüber. Die Siegerin dieser Partie trifft im Halbfinale dann auf eine Belgierin. Fragt sich lediglich, ob sie Margaux Maquet oder Amelie van Impe heißt.


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