Hodzic peilt Teilnahme bei WTA 1000-Turnier in Peking an
Dass Mina Hodzic einen Hang zu Turnieren in Fernost besitzt, wissen wir spätestens seit ihrer Teilnahme beim United Cup zu Beginn des Jahres. Damals kam sie zwar für das deutsche Team nicht zum Einsatz, doch dies schien ohnehin nicht der Plan der damals 23-Jährigen gewesen zu sein. Ihr großer Auftritt kam erst wenige Tage später, als sie beim WTA 500-Turnier in Adelaide in der Qualifikation antrat und die Saison mit einem Überraschungserfolg über Anna Blinkova eröffnete.
Hodzics Asien-Trip umfasste im Januar zudem noch zwei weitere Turniere. Nach dem Turnier von Adelaide ging die Reise weiter zum W75-Turnier nach Manama/Bahrain, bei dem Hodzic ebenfalls in der Qualifikation antreten musste. Hier hatten sich mit Antonia Schmidt, Laura Böhner und Valentina Steiner noch drei weitere deutsche Spielerinnen niedergelassen und Steiner sollte auch diejenige sein, die für das Aus der Moerserin bei deren ersten Partie verantwortlich war. Bei so vielen Deutschen, die in Manama am Start waren, darf man sich heute schon auf die kommende Meldeliste der 2027er-Ausgabe dieses Turniers freuen, natürlich immer in der Hoffnung, dass die politische Situation im Nahen Osten eine Austragung dann auch zulässt.
Von Bahrain aus ging es für Hodzic in die Vereinigten Arabischen Emirate nach Fujairah, Austragungsort eines der selten gewordenen W100+H-Turniere. Hier konnte sie sich dank eines Erfolgs über Ekaterina Yashina sogar für das Hauptfeld qualifizieren, scheiterte dort jedoch in drei Sätzen an der topgesetzten Mexikanerin Renata Zarazua. Dies war bis heute das letzte Match der 24-Jährigen, das sie außerhalb des europäischen Kontinents bestritten hat.
Diese "Durststrecke" könnte demnächst der Vergangenheit angehören, denn auf der Meldeliste für das Ende September startende WTA 1000-Turnier in Peking taucht der Name der Moerserin unter den Spielerinnen auf, die als Nachrückerinnen für die Qualifikation bereitstehen. Und das nicht, wie man vielleicht vermuten würde, irgendwo um Platz 50, sondern ziemlich prominent auf Platz zehn, vier Positionen hinter ihrer Landsfrau Anna-Lena Friedsam, die wohl ebenfalls eine Fernostreise im Herbst plant.
Diese gute Ausgangsposition möglich macht die Erweiterung der Felder bei WTA 1000-Turnieren die nun alle nach Möglichkeit ein 96er-Hauptfeld und eine 48er-Qualifikation umfassen sollen. Somit gehört auch das Turnier, wie man es bis vor wenigen Jahren kannte mit 60 Spielerinnen im Hauptfeld und den vier Performance Byes für die Halbfinalistinnen aus Wuhan, leider der Vergangenheit an. Hodzic selbst belegt zwar momentan nur Platz 275 in der Weltrangliste, da allerdings eine Vielzahl an Spielerinnen, die vor ihr im Ranking stehen, auf die Teilnahme an der Qualifikation von Peking verzichten, kann die 24-Jährige davon ausgehen, dass sie, sofern sie ihre Pläne nicht vorher ändert, bei den China Open aufschlagen wird und somit die Chance besitzt, mit einem einzigen Sieg gleich wieder 20 Punkte auf ihrem Konto zu notieren.
Turnier: WTA Peking 2026