Direkt zum Inhalt

Greiner feiert Weltranglistendebüt nach Finaleinzug

Die Aufsteigerin der Woche lautet ohne Frage Sophie Greiner. Die 22-Jährige, die sich beim W15-Turnier im rumänischen Focsani sensationell aus der Qualifikation heraus bis ins Halbfinale durchgekämpft hat, feiert aktuell den mit Abstand größten Triumph in ihrer Profikarriere. Damit ist mittlerweile jedoch nicht mehr nur der Einzug unter die letzten vier des Turniers gemeint, sondern nach ihrem sechsten Sieg in Folge zudem das Erreichen ihres allerersten Finals auf der Profitour.

Mit ihrem heutigen Erfolg hat Greiner nicht nur das Finalticket sicher, sie feiert zudem am Montag in einer Woche ihr Debüt in der Weltrangliste und das mit den ersten zehn Punkten überhaupt, die sie in ihrer Karriere bislang erspielen konnte. Damit dürfte ihr ein Platz um 1200 sicher sein, womit sie es bei vielen W15-Turnieren zukünftig entweder direkt ins Hauptfeld schafft oder sie zumindest in der Qualifikation zu den höher gesetzten Spielerinnen gehört.

Im Halbfinale am frühen Samstagmorgen deutscher Zeit stand der 22-Jährigen mit Cristiana Nicoleta Todoni in ihrer sechsten Begegnung in dieser Woche zum sechsten Mal eine Rumänin gegenüber. Die Nummer 1043 der Welt lieferte dem deutschen Shootingstar über zweieinhalb Stunden einen harten Kampf und holte sich dabei den ersten Satz mit 6:4, nachdem Greiner ihrerseits mit 4:3 und einem Break Vorsprung in Führung gegangen war, danach jedoch drei Spielverluste in Folge hinnehmen musste.

Dieser Satzverlust war erst der zweite in der gesamten Woche. Nur in ihrem allerersten Match in der Qualifikation gegen Karina Maria Capuzu ging ebenfalls der erste Satz mit 4:6 verloren. Diesen Rückstand kompensierte sie in der Folge mit einem 6:2 und 10:3 souverän. Und auch heute gegen Capuzus Landsfrau Todoni ließ sich die Spielerin vom TC 1899 Blau-Weiss Berlin nicht durch diesen Rückstand entmutigen. Zwar musste sie mit dem Verlust einer 4:1-Führung mit zweifachem Breakvorsprung einen weiteren Rückschlag in dieser Partie hinnehmen, am Ende erkämpfte sie sich dennoch mit 6:4 den verdienten Satzausgleich.

Die Sensation war zum Greifen nah, doch die Gegnerin wich kein Stück von ihrer Seite. Auch der dritte und entscheidende Satz entpuppte sich als ein Ritt auf der Rasierklinge. Wie im Satz zuvor erkämpfte sich die Deutsche Vorteile, sei es eine 4:2-Führung oder wenig später das Break zum 5:4, was bedeutete, dass Greiner selbst zum Matchgewinn servieren konnte, doch all diese Vorsprünge inklusive zweier Matchbälle waren wenig später dahin und trotzdem machte die 22-Jährige keine Anstalten, den Kopf in den Sand zu stecken. Völlig untypisch war es daher, dass diese Partie, in der viele Spiele höchst umkämpft waren, mit einem Break zu null, gefolgt von einem Aufschlaggewinn zu null, zu Ende ging.

Nach ihrem heutigen 4:6, 6:4 und 7:5-Erfolg richtet sich nun der Blick auf das große Finale am morgigen Sonntag. Hier wird Greiner der an Nummer drei gesetzten Ukrainerin Daria Yesypchuk, die heute von der Aufgabe der Rumänin Sara Maria Popa profitierte, gegenüberstehen. Die Ukrainerin hat mit ihrem Erfolg im Doppel an der Seite von Laura Böhner bereits ihren ersten Titel in Focsani eingefahren und könnte mit einem morgigen Sieg sozusagen das Double komplettieren. Sophie Greiner wird das hoffentlich zu verhindern wissen.

Beitrag teilen