Eigelsbach sorgt für Paukenschlag bei den Wimbledon-Juniorinnen
Emily Eigelsbach hat in der ersten Runde der Juniorinnenkonkurrenz in Wimbledon für eine Überraschung gesorgt. Die 17-Jährige aus Bad Kreuznach konnte sich mit einem überraschenden 7:5 und 6:2-Erfolg gegen die an Nummer 16 gesetzte Inderin Maaya Rajeshwaran Revathi durchsetzen und steht somit in der zweiten Runde. Nach einer Spielzeit von einer Stunde und 40 Minuten verwandelte die deutsche Nachwuchshoffnung ihren dritten Matchball und ist somit die erste deutsche Juniorin, die beim Rasenklassiker unter den letzten 32 steht.
So deutlich sich dieser unerwartete Erfolg auch anhören mag, es fehlte dennoch nicht viel und diese Partie wäre in eine ganz andere Richtung verlaufen. Im ersten Satz sah es lange danach aus, als sollte die Nummer 16 der Setzliste ihrer Favoritenrolle gerecht werden. Nachdem Eigelsbach einen frühen 1:3-Rückstand zunächst egalisieren konnte, schlug die Inderin mit einem weiteren Break erneut zurück und sicherte sich die zwischenzeitliche 5:3-Führung.
Bei 5:4 und eigenem Aufschlag von Rajeshwaran verpasste es die Deutsche zunächst, aus einem 0:40 Kapital zu schlagen und zum 5:5 auszugleichen. In der Folge war es ihre Gegnerin, die sich insgesamt drei Satzbälle erspielte, welche die Deutsche allerdings ein ums andere Mal abwehren konnte. Bei ihrer vierten Gelegenheit ließ sich Eigelsbach dann nicht lange bitten und sorgte für den hochverdienten Ausgleich der Wimbledon-Debütantin. Nachdem sie ihr darauffolgendes Aufschlagsspiel erfolgreich zu Ende bringen konnte, bot sich ihr erneut die Gelegenheit, ihrer Gegnerin den Aufschlag abzunehmen und den ersten Satz doch noch für sich zu entscheiden. Diese eine Chance genügte, um die Partie in Richtung der krassen Außenseiterin zu drehen, die sich nun auf halbem Weg in Richtung zweiter Runde befand.
Diese überraschende Satzverlust schien Rajeshwaran den Zahn gezogen zu haben. Gleich ihr erstes Aufschlagsspiel im zweiten Satz ging verloren, zudem zeigte Eigelsbach bei eigenem Service keinerlei Schwächen und transportierte ihren Vorsprung bis hin zum Satzende. Die an Nummer 16 gesetzte Inderin sollte zum Ende der Partie noch ein zweites Mal ihr Aufschlagsspiel abgeben und somit ihrer deutschen Kontrahentin den Weg unter die letzten 32 Juniorinnen ebnen.
Die nächste Gegnerin der 17-jährigen Bad Kreuznacherin wird frühestens am Sonntag ermittelt. Dann stehen sich die US-amerikanische Qualifikantin Emery Combs und die Lettin Adelina Lachinova gegenüber.
Turnier: Wimbledon 2026