Eigelsbach räumt in Marsa ab
Emily Eigelsbach schwimmt weiter auf einer Erfolgswelle. Die 17-Jährige hat sich in dieser Woche im tunesischen Marsa den Titel beim dortigen J200-Turnier gesichert. Im Finale setzte sich die Nummer acht der Setzliste gegen die topgesetzte Spanierin Paola Pinera Celorio mit 4:2 und 5:3 durch und sicherte sich bereits ihren zweiten Turniersieg in diesem Jahr. Vor exakt zwei Wochen triumphierte sie beim heimischen W60-Turnier in Frankfurt am Main in einem rein deutschen Endspiel gegen Tamina Kochta.
Das Turnier in Marsa war in den ersten Tagen geprägt von ergiebigen Regenfällen, die nicht nur einen Spielbetrieb unmöglich machten, sondern letztlich dazu führten, dass man am Mittwoch entschied, die Satzlänge von sechs auf vier Spielgewinne zu verkürzen mit einem möglichen Tiebreak beim Stande von 4:4. Diese Regelung wurde dann bis Turnierende beibehalten. Erstmals konnte Eigelsbach den Platz am Donnerstag zu ihrer Erstrundenpartie gegen die Chinesin Xiang Liu betreten. Diese konnte jedoch nicht zu Ende gespielt werden, da der Regen zwischenzeitlich wieder einsetzte und dem Spieltag ein Ende bereitete.
Am Freitag folgte dann ab 10 Uhr Ortszeit die Fortsetzung der Begegnung und hier konnte die 17-Jährige dann einen glatten 4:0 und 4:1-Erfolg verbuchen. Später ging es für die Nummer acht der Setzliste an diesem Tag noch um den Einzug ins Viertelfinale. Auch diese Hürde meisterte sie dank eines 4:2 und 4:1-Erfolges über die Spanierin Lucia Rodriguez mit Bravour.
Auch am Samstag stand für Eigelsbach eine Doppelschicht an. Nachdem sie morgens um 9:30 Uhr die Türkin Berrak Kocak nach einem 1:4-Fehlstart am Ende noch mit 1:4, 4:2 und 10:7 niederringen konnte, stand später auf demselben Platz noch das Halbfinale an. Hier wartete die ungesetzte Griechin auf die deutsche Nachwuchshoffnung. Nach einem engen ersten Durchgang wurde die 17-Jährige auch hier ihrer Favoritenrolle gerecht und siegte mit 5:3 und 4:1.
Ob Eigelsbach in dieser Zeit Gefallen an den verkürzten Sätzen gefunden hat, ist nicht überliefert, tatsächlich jedoch scheint sie mit den schwierigen Rahmenbedingungen bestens klargekommen zu sein. Im Gegensatz zu ihr musste ihre Finalgegnerin am Sonntag zunächst noch ermittelt werden. Hier setzte sich die topgesetzte Spanierin Paola Pinera Celorio gegen die an Nummer vier gesetzte Rumänin Iulia Maria Buculei durch, ehe sie wenig später zum Finale gegen Eigelsbach antrat, die mit dem Finalsieg eine perfekte Woche trotz aller Turbulenzen krönte.