Deutscher Turnierkalender startet 2026 eine Woche später
Knapp acht Wochen dauert es noch, ehe wir erstmals im Jahr 2026 aufwachen, doch die neue Tennissaison wirft bereits jetzt ihre Schatten voraus. Der Kalender der deutschen Turniere für das neue Jahr ist seit einigen Tagen bekannt, erste kleine Änderungen daran gibt es mittlerweile auch. Wie in den vergangenen Jahren bleibt es dabei, dass das Turnier in Altenkirchen den Startschuss für die neue Saison gibt, wie es seit dem Aus für das Januar-Turnier in Stuttgart-Stammheim im Jahre 2021 der Fall ist.
Was es im kommenden Jahr hingegen nicht mehr geben wird, ist die eine Woche Pause zwischen den beiden Turnieren in Altenkirchen und Leimen. Nachdem man 2025 sicher froh war, mit den drei neuen bzw. zurückkehrenden W15-Turnieren in Leimen, Merzig und Kaltenkirchen seinen Spielerinnen ein zusätzliches Angebot vor heimischem Publikum machen zu können, hat der DTB die beiden Turnier im Februar nun so gelegt, dass es einen nahtlosen Übergang zwischen Altenkirchen und Leimen gibt.
Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass im Westerwald nicht mehr in der Woche ab dem 9. Februar, sondern erst eine Woche später aufgeschlagen wird. Dafür bleibt dem W75-Turnier der Hauptsponsor erhalten, der im vergangenen Jahr seinen Einstand gab. Damit gibt es auch 2026 wieder die REWE Petz Ladies Open.
Wie viele Spielerinnen von dieser Änderung profitieren, bleibt dennoch fraglich. In der Regel ist das Feld bei einem Turnier der Kategorie W75 um einiges stärker besetzt als bei einem W15-Turnier, so dass auch aus deutscher Sicht zum Großteil ganz andere Namen in den Feldern auftauchen dürften. Ein Blick auf dieses Jahr zeigt, dass mit Julia Stusek und Mariella Thamm tatsächlich nur zwei deutsche Spielerinnen bei beiden Turnieren im Hauptfeld standen, wobei Thamm sich kurioserweise beim W15-Turnier in Leimen unter anderem zum Leidwesen von Tina Manescu durch die Qualifikation kämpfen musste, während sie beim W75-Turnier in Altenkirchen mit einer Wildcard bedacht wurde. Vermehrt dürfte es so sein, dass Spielerinnen, die in Leimen im Hauptfeld stehen, zuvor in Altenkirchen in der Qualifikation ihr Glück versucht haben.
Neben den beiden Turnieren im Februar ist bereits ein dritter deutscher Termin im ITF-Kalender verankert. Dabei sind Überraschungen jedoch ausgeblieben. Wie in den letzten Jahren findet auch 2026 in der letzten Woche im April das Turnier in Wiesbaden statt, das seit 2022 in der Kategorie W100 beheimatet ist und somit das am fünfthöchsten dotierte Turnier in Deutschland darstellt. Die Wiesbaden Tennis Open starten im kommenden Jahr am 27. April und bilden den Auftakt zur deutschen Freiluftsaison.
Diese geht nach heutigem Stand mit dem Turnier in Kaltenkirchen in der letzten Woche im August zu Ende. Fraglich ist, ob es wie im vergangenen Jahr bei der Lücke bleibt, die das Turnier in Braunschweig nach dem Turnier in Erwitte aufgerissen hat, oder ob man hier entweder durch Verschiebungen oder durch Erweiterungen im Turnierkalender Abhilfe schafft. Damit könnte der deutsche Turniersommer wie schon 2024 eine Serie von zehn und mehr Turnieren erleben, bei denen die deutschen Spielerinnen durchgängig die Möglichkeit haben, vor heimischem Publikum anzutreten.
Turnier: ITF Altenkirchen 2026