Deutsche Damen diese Woche auf dem Vormarsch
Nachdem es in der Vorwoche wenig Bewegung bei den deutschen Damen in der Weltrangliste gegeben hatte, dürfte man heute beim Blick auf das neue Ranking ziemlich erfreut sein. Dank der hervorragenden Leistungen der deutschen Spielerinnen in den vergangenen zwei Wochen, unter anderem mit den beiden Titelgewinnen von Valentina Steiner in Erwitte und Nastasja Schunk in Oldenzaal, werden heute einige Sprünge nach oben, gepaart mit der einen oder anderen persönlichen Bestleistung, verzeichnet.
Machen wir daher auch den Anfang mit den beiden Turniersiegerinnen. Vor einer Woche hatte Valentina Steiner beim W35-Turnier in Erwitte triumphiert und so bereits zum dritten Mal in diesem Jahr einen Titelgewinn eingefahren. Dank der neu hinzugewonnenen 35 Zähler rangiert sie nun auf Position 427, womit sie 65 Plätze höher steht als vorige Woche. Auch beim Erscheinen der nächsten Weltrangliste wird neben ihrem Namen ein grüner Pfeil nach oben zeigen. Direkt im Anschluss an ihren Triumph in Erwitte war die 20-Jährige nach Triest gereist, wo sie bei einem weiteren W35-Turnier das Halbfinale erreichen konnte.
Auch die 23-jährige Nastasja Schunk ist weiterhin bestrebt, sich in der Weltrangliste nach oben zu arbeiten, um nach zweijähriger Abstinenz wieder einmal an der Qualifikation zu einem Grand Slam-Turnier teilzunehmen. Dank ihres Erfolges in Oldenzaal geht sie heute einen weiteren Schritt in diese Richtung. 50 Punkte für den Turniersieg bedeuten gleichzeitig auch 50 Plätze Verbesserung, so dass sie von Position 365 auf 315 klettert und die erhoffte Rankingregion somit langsam wieder im Blick hat.
Kein Turniersieg, aber dafür einen neuen Karrierehöchststand, kann Mina Hodzic in diesen Tagen wieder einmal verbuchen. Die 24-Jährige stand vorige Woche im Halbfinale beim W75-Turnier im polnischen Bytom und festigt somit ihren Platz in den Top 300. Aktuell steigt sie um 23 Plätze und belegt Rang 275. Jubel auch bei Joelle Steur. Sie kann mit den beiden Halbfinalteilnahmen in Erwitte und Oldenzaal gleich zwei Wertungen in dieser Woche verbuchen wodurch es für sie um 26 Plätze auf Position 331 nach oben geht. Damit erreicht auch die 22-Jährige einen neuen Höchststand.
Den Blick wieder nach oben richtet auch Josy Daems. Die 20-Jährige aus Nordhorn hatte im Finale von Erwitte Valentina Steiner gegenüber gestanden und in der Woche danach in Oldenzaal das Achtelfinale erreicht. Sie klettert um 64 Plätze und steht nun auf Rang 485. Diese Platzierung hat sie einem Kuriosum zu verdanken. Da die US Open im vergangenen Jahr in Kalenderwoche 35 starteten, und es daher in Kalenderwoche 36 keine neue Weltrangliste gab, wurden die erspielten Punkte aus Oldenzaal erst eine Woche später in die Wertung mit einberechnet. Dadurch werden sie auch erst eine Woche später abgezogen, weshalb auch die Turniersiegerin von 2025, Noma Noha Akugue, weiterhin auf Platz 137 steht.
Eine neue Bestmarke erreicht am heutigen Tag auch Franziska Sziedat. Die waschechte Berlinerin stand beim W35-Turnier in Verbier vorletzte Woche im Viertelfinale und steigert sich dadurch um 27 Plätze auf Rang 587. Neben der 26-Jährigen geht es auch für die fünf Jahre jüngere Carolina Kuhl nach oben. Ihr Achtelfinaleinzug in Bistrita bringt ihr eine Verbesserung von 13 Plätzen auf Platz 615 ein.
Aufsteigerin der Woche und wahrscheinlich am Ende auch Aufsteigerin des Jahres ist die 19-jährige Lola Giza. Die Halbfinalistin von Erwitte kennt in diesen Wochen nur eine Richtung und nimmt nun Fahrt auf, um in großen Schritten nach oben zu kommen. In dieser Woche sind es 124 Plätze, die Giza im Ranking klettert. Die Dresdnerin steht somit auf Position 795, was verständlicherweise ihre bisherige beste Platzierung darstellt.
Einen neuen Bestwert stellt heute auch Victoria Pohle auf. Die 19-Jährige kann durch ihren Viertelfinaleinzug in Wanfercée-Baulet 13 Plätze gutmachen und nimmt am heutigen Montag Position 865 ein. Nach oben geht es auch für Carolin Raschdorf. Sie klettert nach dem Erreichen des Achtelfinals von Erwitte aus der Qualifikation heraus um 26 Plätze und steht aktuell auf Platz 871. Wie Josy Daems und Noma Noha Akugue profitiert auch sie davon, dass die Punktgewinne aus Oldenzaal vom letzten Jahr noch in der Wertung verbleiben.
Neben den zahlreichen Aufsteigerinnen darf man heute auch eine Rückkehrerin in der Weltrangliste begrüßen. Die in den letzten Jahren von vielen Verletzungen geplagte Luisa Hrda hat endlich wieder gepunktet und ist auf Platz 1483 mit vier Punkten wieder ins Ranking eingestiegen. Dabei alleine wird es jedoch nicht bleiben. Nach ihrem Achtelfinaleinzug in Verbier geht es für die 26-jährige Linkshänderin in der nächsten Ausgabe der Weltrangliste noch ein Stück weiter nach oben.
Diese erscheint aufgrund der laufenden US Open erst wieder am 14. September. Bis dahin ändert sich auch nichts an der Spitze des deutschen Rankings, das weiterhin von Tamara Korpatsch, gefolgt von Tatjana Maria und Eva Lys, angeführt wird.
Turnier: ITF Erwitte 2026