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Brockmann vor Titelgewinn auf heimischem Boden

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Tessa Brockmann

Das in diesem Jahr wieder in den Turnierkalender zurückgekehrte W15-Turnier im schleswig-holsteinischen Kaltenkirchen darf sich am Sonntag auf ein würdiges Finale freuen. Lokalmatadorin Tessa Brockmann trifft im Duell zweier Teenager auf die fünf Jahre jüngere Ukrainerin Polina Skliar. Selbstverständlich geht die 19-jährige als klare Favoritin in diese Begegnung, ihre Gegnerin kommt allerdings mit der Empfehlung von vier Matches ohne Satzverlust daher, was im übrigen für beide im bisherigen Verlauf des Turnieres gilt.

Für Brockmann dürfte diese Partie auf lange Dauer die letzte auf W15-Niveau sein, schließlich haben 15 Punkte, wie man sie für den Sieg bei einem Turnier dieser Kategorie erhält, mittlerweile fast keine Auswirkungen mehr auf ihre Weltranglistenposition. Zudem gilt für Turniere der Kategorien W15 und W35 eine Grenze von Platz 150 in der Weltrangliste, ab der man nicht mehr für diese melden darf. Aus diesem Grund konnte beispielsweise Ella Seidel in diesem Jahr ihren Titel in Stuttgart-Vaihingen nicht verteidigen. Auch Brockmann wird zugetraut, diese Marke im Laufe des kommenden Jahres zu durchbrechen oder zumindest anzugreifen.

Nach dieser unabhängig des Finalergebnisses erfolgreichen Woche geht es für die 19-jährige direkt weiter nach Wien, wo die Norddeutsche an einem W75-Turnier in der österreichischen Hauptstadt teilnimmt. Hier startet am Montag die erste Runde der Qualifikation und da Finalteilnahmen bei W15-Turnieren nicht für ein sogenanntes "special excempt" bei W75-Turnieren berechtigen, könnte sie lediglich eine Wildcard oder eine Reihe kurzfristiger Absagen vor dem Gang durch die Qualifikation bewahren.

Auch in der Woche danach haben Turniere der Kategorie W75 bei Brockmann Priorität. Ab dem 8. September wird die deutsche Nachwuchshoffnung in Bukarest aufschlagen, dort allerdings aller Voraussicht nach im Hauptfeld, da dieses Turnier deutlich schwächer besetzt ist als sein Pendant in Wien eine Woche zuvor. Für die 19-jährige ist dies natürlich eine willkommene Gelegenheit, um den Traum von der Teilnahme an der Qualifikation zu einem Grand Slam-Turnier einen weiteren Schritt näher zu kommen. Melbourne ruft sozusagen, doch erhören dürfte Brockmann diese Rufe erst in Paris. Ausschließen sollte man zu diesem Zeitpunkt jedoch nichts.


Turnier: ITF Kaltenkirchen 2025

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