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Brockmann setzt Ausrufezeichen in Wiesbaden

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Tessa Brockmann

Tessa Brockmann ist als erste deutsche Spielerin ins Achtelfinale bei den diesjährigen Wiesbaden Tennis Open eingezogen. Die 20-Jährige überraschte mit einem 7:6(5) und 6:2-Erfolg über die an Nummer acht gesetzte Usbekin Maria Timofeeva. Nach einer Spielzeit von einer Stunde und 53 Minuten verwandelte die Schleswig-Holsteinerin ihren insgesamt sechsten Matchball zum Sieg. Nun wartet in der nächsten Runde die US-Amerikanerin Carol Young Suh Lee auf die Deutsche. Young hatte in der ersten Runde Qualifikantin Mina Hodzic aus dem Turnier genommen und so ein rein deutsches Achtelfinale verhindert.

Zu Beginn der Partie zwischen Brockmann und ihrer usbekischen Gegnerin sah es alles andere als nach einem Sieg der deutschen Nachwuchshoffnung aus. Die klar favorisierte Timofeeva ließ früh keinen Zweifel daran, wer hier die dominante Spielerin auf dem Platz war. Spätestens mit dem zweiten Aufschlagverlust Brockmanns zum zwischenzeitlichen 5:2 ging alles seinen erwartbaren Weg. Das Break nach vergebenem Satzball zum 3:5 aus deutscher Sicht kam da eher wie ein Schönheitsfehler daher.

Dass dem jedoch nicht so sein sollte, bewies die 20-Jährige aus dem hohen Norden in den darauffolgenden Spielen. Timofeeva erspielte sich zwar zwei weitere Satzbälle beim Aufschlagsspiel ihrer Gegnerin, doch Brockmann ließ den Satzverlust einfach nicht zu und kämpfte weiter verbissen darum, im ersten Satz zu bleiben. Zunächst auch mit Erfolg. Nach den beiden abgewehrten Satzbällen holte sie sich das Spiel zum 4:5.

Der Usbekin bot sich nun eine weitere Chance, um bei eigenem Aufschlag endgültig den Sack im ersten Satz zuzumachen. Doch ehe es zu einem weiteren Satzball kommen sollte, sah sie sich zunächst zwei Breakbällen ihrer Gegnerin gegenüber. Nach deren erfolgreicher Abwehr erkämpfte sich Timofeeva zunächst einen vierten, wenig später dann einen fünften Satzball. Doch es half alles nichts. Die Gegenwehr von Brockmann war unvermindert da und mit dem vierten Breakball in diesem Spiel glich sie tatsächlich zum 5:5 aus.

So dramatisch die letzten Spiele auch waren, danach ging es erst einmal so weiter, als seien eigene Spielgewinne für beide kein großes Thema. Nachdem beide ihr Service souverän nach Hause brachten, fand man sich notgedrungen im Tiebreak wieder. Hier hatte die Deutsche sowohl den besseren Start als auch das bessere Ende für sich. Von Beginn an geriet die 20-Jährige nie in Rückstand und sicherte sich am Ende doch noch diesen verloren geglaubten Satz noch mit 7:6(5).

Dieser Tiefschlag hatte bei Timofeeva seine Wirkung nicht verfehlt. Das erste Aufschlagsspiel im zweiten Satz konnte sie noch für sich entscheiden, danach aber spielte faktisch nur noch ihre Gegnerin. Brockmann hatte am Ende sogar die Chance auf den sogenannten "hidden bagel", sprich sechs Spielgewinne in Folge, ohne den Satz mit 6:0 zu gewinnen. Doch vier Matchbälle beim zwischenzeitlichen 5:1 verpassten ihr Ziel, so dass die 20-Jährige am Ende mit eigenem Aufschlag den 7:6(5) und 6:2-Erfolg zur Freude der vielen Zuschauer nach Hause brachte. Nur schade, dass dieser Erfolg für die Qualifikation in Roland Garros zu spät kommt.


Turnier: ITF Wiesbaden 2026

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