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Brockmann schockt gesetzte Zidansek in Montreux

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Tessa Brockmann

Was für ein Auftakt für Tessa Brockmann in Montreux. Die 20-Jährige steht nach einem sensationellen Erfolg über die an Nummer sechs gesetzte Slowenin Tamara Zidansek beim dortigen WTA 125-Turnier im Achtelfinale. Trotz eines ärgerlichen Fehlstarts, der im Verlust des ersten Satzes resultierte, konnte sich die Schleswig-Holsteinerin am Ende nach einer Spielzeit von zwei Stunden und 52 Minuten mit 4:6, 7:6(4) und 6:3 durchsetzen und so einen wichtigen Schritt auf dem Weg zurück in die Top 300 der Weltrangliste machen.

Obwohl die Slowenin in dieser Partie als die klare Favoritin galt, zeigte sich bereits von Beginn an, dass Brockmann nicht gewillt war, ihrer Gegnerin das Feld kampflos zu überlassen. Die 20-Jährige war es sogar, der als erster der beiden ein Break gelingen sollte, ärgerlicherweise hielt die Freude darüber nur kurz an, ehe wieder alles in der Reihe war. So entschied ausgerechnet ein Aufschlagverlust der Deutschen beim Stande von 4:5 den ersten Durchgang zugunsten ihrer Kontrahentin.

Den Satz hatte Brockmann, die in Montreux von DTB-Trainer Dirk Dier begleitet wird, zwar verloren, das Selbstvertrauen, um dieses Match am Ende doch noch gewinnen zu können, noch längst nicht. Zidansek erwies sich zwar weiterhin in ihren Aufschlagsspielen als zähe Gegnerin, doch auch die 20-Jährige gab sich bei eigenem Aufschlag keine Blöße und so stellte sich beim Stand von 6:6 nun die Frage, ob die Slowenin nun den Deckel auf die Partie machen würde oder ob die Deutsche ihre Kontrahentin in einen dritten Satz zwingen könnte.

Die Antwort darauf ließ auf sich warten und das, obwohl die Schleswig-Holsteinerin einen furiosen Start in diesen Tiebreak hinlegte und mit einer 5:1-Führung zum Seitenwechsel ging. Nachdem es Zidansek dank dreier Punktgewinne in Folge gelungen war, bis auf 4:5 heranzukommen, sorgte Brockmann mit zwei guten Aufschlägen für die Entscheidung in diesem Satz und zwang ihre Gegnerin somit in die Verlängerung.

Auch in Satz Nummer drei schenkten sich beide Kontrahentinnen nicht viel. Ein erstes Break der Slowenin musste diese postwendend wieder abgeben, doch als sich beim Stande von 3:3 weitere Breakchancen für Zidansek ergaben, hatte man das Gefühl, als könne nun eine Vorentscheidung fallen. Insgesamt dreimal bot sich der Slowenin die Gelegenheit, erneut mit einem Breakvorsprung in Führung zu gehen, doch jede einzelne Chance ließ die 28-Jährige liegen. Und es kam noch schlimmer für sie. Kaum hatte sich Brockmann mit 4:3 in Führung gebracht, ging in der Folge noch ihr eigenes Aufschlagsspiel in die Binsen. Statt Break vor hieß es auf einmal Break hinten und zudem hatte die 20-Jährige nun die Gelegenheit, mit eigenem Service das Match zu ihren Gunsten zu beenden.

Die letzte Aufgabe, vor der die Deutsche an diesem Tag stand, meisterte die Schleswig-Holsteinerin souverän. Lediglich ein misslungener Stoppversuch unterlief ihr beim Versuch, sich drei Matchbälle zu organisieren, ansonsten präsentierte sich heute eine Tessa Brockmann so, wie man sie und ihr Spiel im vergangenen Jahr schätzen und lieben gelernt hat. Nach den vielen Rückschlägen in den vergangenen Wochen und Monaten war dieser heutige Erfolg für die 20-Jährige eminent wichtig. Sie wusste schon immer, dass sie es auch mit größeren Kalibern aufnehmen kann, heute hat sie dies eindrucksvoll bewiesen. 

Man kann dem sympathischen Nordlicht nur wünschen, dass der heutige Sieg der Startschuss auf dem Weg in Richtung Grand Slam-Qualifikation 2027 gewesen ist. Schon vor einem Jahr sah es danach aus, als sollte es nur noch eine Frage der Zeit sein, ehe der Flieger in Richtung Melbourne abhebt. Wenn sie nächstes Jahr stattdessen den Zug nach Paris nimmt, wäre sie mit Sicherheit auch nicht traurig.


Turnier: WTA Montreux 2026

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