Brockmann kontert dem Abstiegsfrust
Der Schock saß tief, als gestern abend der Abstieg der deutschen Mannschaft in die Regionalgruppe II des Billie Jean King Cup feststand. Noma Noha Akugue und Nastasja Schunk hatten sich knapp im alles entscheidenden Doppel im Matchtiebreak geschlagen geben müssen und konnten so den nächsten Absturz nicht verhindern. Auch Tessa Brockmann war Teil dieses neu formierten Teams und dürfte ähnlich gefrustet gewesen sein. Gut, dass sie heute an selbiger Stelle die Chance hatte, sich diesen Frust von der Seele zu ballern.
In Oeiras findet in der kommenden Woche das dritte von insgesamt vier WTA 125-Turnieren in diesem Frühjahr statt. Hier für hatte neben Brockmann auch deren Landsfrau Caroline Werner gemeldet, wobei beide heute bereits in der Qualifikation ran mussten. Während Werner äußerst knapp gegen die Niederländerin Anouk Vrancken Peeters verlor, gab sich Brockmann in ihrer Partie gegen die portugiesische Wildcardinhaberin Analu Freitas keine Blöße.
Gerade einmal 46 Minuten benötigte die Schleswig-Holsteinerin für ihren glatten 6:0 und 6:0-Erfolg, wobei Freitas immerhin 21 Punktgewinne in diesen zwölf Spielen verbuchen konnte. Für die deutschen Damen ist die Portugiesin ohnehin eher so etwas wie eine Aufbaugegnerin. 2024 unterlag sie beim W35-Turnier in der Qualifikation von Faro Emily Seibold mit 3:6 und 0:6, ein Jahr später siegte Qualifikantin Josy Daems ebenfalls in Faro in der ersten Runde mit 6:2 und 6:0 gegen Freitas.
Im Kampf um das Ticket fürs Hauptfeld trifft die an Nummer sieben gesetzte Brockmann am Montag nun auf die Rumänin Gabriela Lee, die sich heute überraschend in drei Sätzen gegen die an Nummer vier gesetzte Tschechin Barbora Palicova durchsetzen konnte. Brockmann ist die letzte verbliebene deutsche Spielerin im Turnier und könnte mit einem Erfolg morgen als einzige die deutschen Farben in Oeiras vertreten.
Turnier: WTA Oeiras 2026 III